Notierungen am EU- Schweinemarkt stabil bis stark sinkend

Stabile und stark nachgebende Notierungen prägen diese Woche den EU-Schweinemarkt. Während in Dänemark, Frankreich und Spanien noch unverändert notiert wurde, sorgt Deutschland mit minus 7 Cent für Aufregung. In Österreich ging es anfangs noch ruhig zu.
Die deutlich gesunkene BRD-Notierung dürfte aber dennoch europaweit für schwierige Verhältnisse sorgen, befürchten die österreichischen Mäster. Einmal mehr ruht ihre Hoffnung auf grilltauglichem Wetter.
Die deutlich gesunkene BRD-Notierung dürfte aber dennoch europaweit für schwierige Verhältnisse sorgen, befürchten die österreichischen Mäster. Einmal mehr ruht ihre Hoffnung auf grilltauglichem Wetter.
In Österreich war das Marktgeschehen vergangene Woche laut Schweinebörse relativ ausgewogen. Attraktive Fleischangebote in einigen Supermärkten sorgten für eine gute Räumung am Frischfleischsektor. Erst nach Bekanntwerden der deutschen Hauspreise kam auch hierzulande Unruhe auf. Trotz durchschnittlichem Angebot an frischen Schlachtschweinen war es nicht möglich, die Notierung zu halten. Um den Warenfluss im internationalen Geschäft nicht zu sehr zu gefährden, musste die Schweinebörse der Abnehmerforderung mit minus 3 Cent zum Teil Rechnung tragen. Der aktuelle Mastschweine-Notierungspreis liegt somit bei 1,50 Euro.

Mäster hoffen auf grilltaugliches Wetter
Nach dem massiven Preisrückgang am deutschen Markt zeigen sich Angebot und Nachfrage in diesen Tagen gut ausgeglichen. Die deutlich gesunkene BRD-Notierung dürfte aber dennoch europaweit für schwierige Verhältnisse sorgen, befürchten die österreichischen Mäster. Einmal mehr ruht ihre Hoffnung auf grilltauglichem Wetter.

Niederlande: Fast jeder zehnte Schweinemäster will aufgeben
In den Niederlanden beurteilen gegenwärtig deutlich mehr Schweine- und Eierproduzenten ihre Zukunftsaussichten negativer als vor einem Jahr und wollen den Betrieb einstellen, meldet "Agra Europe". Gleichzeitig nahm die Zahl der expansionswilligen Tierhalter ab. Bei den Schweinemästern fiel der Anteil der wachstumsorientierten Betriebe von 34,8 % auf 29,5%, bei den Muttersauenhaltern von 36,7 % auf 33,8 %.


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Aktualisiert am: 27.07.2011 09:38
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