Nordmilch und Humana - auf gemeinsame Struktur geeinigt

Die Fusionspläne der beiden deutschen Molkereiunternehmen Nordmilch und Humana werden immer konkreter. Wenn nach dem Bundeskartellamt auch die landwirtschaftlichen Vertreter beider Häuser auf einer außerordentlichen Versammlung Anfang 2011 für den Zusammenschluss stimmen, entsteht ein Gemeinschaftsunternehmen, das in Europa auf Platz sechs klettern würde.
Die Fusion von Nordmilch und Humana nimmt immer mehr Konturen an.
Die Fusion von Nordmilch und Humana nimmt immer mehr Konturen an.
Im Vorfeld haben sich Hauptamt sowie Gremien von Nordmilch und Humana auf eine Struktur geeinigt. Der fusionierte Konzern soll eine GmbH werden, beide Vertragspartner sind zu gleichen Teilen daran beteiligt. Die Genossenschaften als Muttergesellschaften bleiben von den Fusionsplänen unberührt. Als juristischer Sitz ist das niedersächsische Zeven vorgesehen, Sitz der Geschäftsführung und zentraler Verwaltungssitz ist Everswinkel in Nordrhein-Westfalen, wo auch die Humana ihren Hauptstandort hat.

Österreicher Schwaiger als Sprecher der GF geplant
Der Österreicher Josef Schwaiger, Vorstandsvorsitzender der Nordmilch AG und ehemaliger Geschäftsführer der Berglandmilch, soll für das operative Geschäft und die Strategie verantwortlich zeichnen und Sprecher der Geschäftsführung sein. Otto Lattwesen wird dem Aufsichtsrat vorsitzen, Rudolf Heidhues der Gesellschafterversammlung. Dirk Gloy ist für den Bereich Landwirtschaft, Rohstoff, Einkauf und Logistik vorgesehen.

Weiter Synergien
In dem Gemeinschaftsunternehmen von Nordmilch und Humana könnte die Verwertung der Rohmilch noch flexibler gesteuert werden, wodurch weitere Synergien entstünden. Das gelte gleichermaßen für die Bereiche Milcherfassung, Produktion und Verwaltung sowie in der Warenlogistik vom Werk zum Kunden. So rechnen Nordmilch und Humana bereits im dritten Geschäftsjahr nach der Fusion mit bis zu 60 Mio.Euro Synergieeffekten. Dieser Betrag würde den Milcherzeugern in Form von Milchgeld und Zukunftsinvestitionen in ihre Molkerei zugute kommen, heißt es in einer Aussendung. (AIZ)

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Aktualisiert am: 15.11.2010 19:06
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