Niederösterreichs Agrarlandesrat Plank verlässt die Politik

Der niederösterreichische Agrarlandesrat scheidet aus der Politik aus und kehrt in die Wirtschaft zurück. Seine Nachfolge ist noch nicht geregelt.
Das Ausscheiden von Christian Domany aus dem Vorstand der Flughafen Wien AG führt auch zu einer Umbildung in der NÖ Landesregierung. Der
Der niederösterreichische Agrarlandesrat DI Josef Plank kehrt in die Wirtschaft zurück.
Der niederösterreichische Agrarlandesrat DI Josef Plank kehrt in die Wirtschaft zurück.
langjährige Wirtschaftslandesrat Ernest Gabmann wird zum Airport wechseln, berichtete heute Landeshauptmann Erwin Pröll in einer Pressekonferenz. Gleichzeitig teilte er mit, dass auch Agrarlandesrat Josef Plank auf eigenen Wunsch aus der Politik ausscheidet und ebenfalls in die Wirtschaft zurückkehrt. Der frühere AMA-Vorstandsvorsitzende Plank (50) wurde am 29.06.2000 als Landesrat in Niederösterreich gewählt und angelobt. Die Nachfolge Gabmanns und Planks ist vorerst noch nicht geregelt. Pröll kündigte laut APA an, er habe vor, "noch in dieser Woche, spätestens am Wochenende, die notwendigen personellen Entscheidungen zu treffen und bekannt zu geben". Die neuen Mitglieder sollen in der Sitzung des NÖ Landtages am Donnerstag kommender Woche gewählt und angelobt werden.

Neun Jahre in der Landesregierung NÖ
Plank habe der Landesregierung neun Jahre lang angehört und eine Vielzahl von wichtigen Akzenten gesetzt, sagte der Landeshauptmann. Er wies dabei unter anderem auf Erfolge in der bäuerlichen Sozialpolitik oder in der Umweltpolitik - etwa durch den Ausbau der alternativen Energieproduktion - hin. Pröll sprach beiden Politikern "einen innigen Dank" für ihren "Einsatz, ihren Fleiß und ihre Liebe zum Bundesland Niederösterreich" aus. Plank bedankte sich für das "große Vertrauen, das mir von den Bürgerinnen und Bürgern gegeben wurde". In der Energiewirtschaft habe man in diesen Jahren "Weichen stellen" können, als eine "prägende Herausforderung" bezeichnete er die Hochwasserkatastrophe im Jahr 2002. "Ich gehe auch mit dem Gefühl, eine gute Hofübergabe vorbereitet zu haben", so Plank zur APA. Er habe schon im vergangenen Jahr um seinen 50. Geburtstag herum angemerkt, "nicht in der Politik in Pension gehen zu wollen".

Schultes: Bauern hatten in Plank einen verlässlichen Partner
"Das Land Niederösterreich und die Landwirtschaft hatten in Agrarlandesrat Plank einen großen Förderer und Gestalter. Seine persönliche Entscheidung, die Funktionen in der NÖ Landesregierung als Agrar- und Umweltlandesrat in andere Hände zu geben, hat Betroffenheit ausgelöst. Er war für die Landwirtschaftskammer und unsere bäuerlichen Familien stets ein verlässlicher und starker Partner. Plank zeigte Menschlichkeit, wo sie angebracht war und Kompetenz, wo sie gefragt war; er fand immer die richtige Mischung aus beidem. Er hat die Herausforderungen des wirtschaftlichen Wettbewerbs stets angenommen und klare Worte auch unter Bedingungen, die mitunter nicht angenehm waren, gefunden", bedankte sich LK-Präsident Hermann Schultes in einer ersten Reaktion.

Plank forcierte Zukunftsvorsorge
"Im Bereich der Zukunftsvorsorge, beim Klimaschutz, im Naturschutz und der Energie hat Plank die Zeichen der Zeit erkannt. Er hat in Niederösterreich die richtigen Akzente gesetzt, was die Nutzung der Biomasse, Sonne, Wind und die Stärkung der regionalen Wertschöpfung betrifft", stellte Schultes fest. "Wir respektieren Planks Entscheidung, wünschen ihm für seine zukünftigen Tätigkeiten denselben Erfolg und sind froh über die Zeit, in der er die Interessen des ländlichen Raumes so kompetent vertreten hat", unterstrich der LK-Präsident.

(aiz)


Aktualisiert am: 24.02.2009 12:22
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