Niederösterreich: Veterinär-Jahresbericht 2009 erschienen

In den letzten Jahren zeigt sich im Bereich des Veterinärwesens ein deutlicher Wandel weg vom Akuteinsatz im Krisenfall hin zur Prävention. Die Seuchenprävention wurde im Jahr 2008 erstmals definitiv als Strategie der Europäischen Union angeführt.
Tierärzte leisten helfen neben dem Akuteinsatz auch bei der Seuchenprävention.
Tierärzte leisten helfen neben dem Akuteinsatz auch bei der Seuchenprävention.
Im Jahr 2008 waren in Österreich Fälle von Blauzungenkrankheit aufgetreten und bundesweite Impfungen aller betroffenen Tierbestände durch das Bundesministerium für Gesundheit angeordnet worden. Die Herausforderung einer flächendeckenden Blauzungenimpfung im darauffolgenden Jahr konnte durch die Zusammenarbeit der niederösterreichischen Amtsveterinäre und Amtsärzte, der praktischen Tierärzte und der Landwirtschaft gemeistert werden.Weiters wurden im Jahr 2009 periodische Untersuchungen durchgeführt, um Krankheiten wie beispielsweise Tuberkulose, Leukose oder Brucellose vorzubeugen. Die staatlich geförderte Bekämpfung der Tuberkulose der Rinder und Ziegen findet seither im Rahmen der Schlachttier- und Fleischuntersuchung statt.

Beitrag zur Seuchenprävention
Die Feststellung von Krankheitsursachen verendeter Tiere leistet einen wesentlichen Beitrag zur Seuchenprävention. Im Jahr 2009 wurden bei 6.940 Tieren - Rindern, Schafen und Ziegen - Proben entnommen und untersucht. Die durchgeführten Sektionen spiegeln eine günstige Seuchensituation im Nutztiersektor wider und geben derzeit keinen Anlass zur Besorgnis. Im Zusammenhang mit verendeten Jungtieren sind seitens des Tiergesundheitsdienstes weitere Untersuchungen und Prüfungen vorgesehen.


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Aktualisiert am: 10.08.2010 08:13
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