Neuordnung bei Case IH und Steyr!

St. Valentin ist zur bedeutendsten Produktionsstätte von Case IH aufgestiegen. Wir haben mit Andreas Klauser, dem neuen Europachef von Case IH, ein ausführliches Gespräch über die Zukunft der Marken Case IH und Steyr, über neue Vertriebswege in Österreich und auch über Fehler in der Vergangenheit geführt.
Der Österreicher Andreas Klauser ist neuer Vizepräsident von Case IH Europa.
Der Österreicher Andreas Klauser ist neuer Vizepräsident von Case IH Europa.
Seit über 10 Jahren wird die Traktorproduktion in St. Valentin totgesagt. Mit Jahreswechsel hat Case IH seinen Europa-Hauptsitz nach Österreich verlegt und obendrein den Österreicher Andreas Klauser zum Europachef gemacht. Heute sind in St. Valentin mehr Kompetenzen vereint denn je. In den vergangenen Monaten hat Case IH alle wichtigen Abteilungen, darunter die Bereiche Forschung- und Entwicklung, Service und Ersatzteilversorgung sowie die Vertriebsleitung am neuen Europa-Standort St. Valentin konzentriert. Dieser Schritt ist ein wahrer Meilenstein für die Traktorenproduktion in Österreich.

„Landwirt“: „Braucht Case IH/Steyr noch den CNH-Konzern oder wären Sie ohne CNH glücklicher?“

Andreas Klauser: „Es würde keinen Sinn machen, die letzten sieben Jahre wieder umzudrehen. Es gibt viele Leistungen im Hintergrund des Konzerns, von denen alle Marken profitieren. Diese „Power“ möchte ich nicht vermissen. ZB gibt es bei der Entwicklung neuer Motoren, Getriebe oder einer Kabine viele Synergieeffekte. Da haben wir als Konzernpartner mehr Mitbestimmungs- und Gestaltungsmöglichkeiten. Ansonsten müssten wir teure Komponenten von konzernfremden Mitbewerbern zukaufen.

Ich bin glücklich mit der neuen strategischen Ausrichtung, die uns die Möglichkeit gibt, den Kundennutzen und die spezifischen Kundenanforderungen in den Mittelpunkt unserer Aktivitäten zu stellen.“

Von Ing. Johannes PAAR, Bad Blumau


Aktualisiert am: 10.05.2007 10:26

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