Neuer BSE-Fall bei Schweizer Kuh: Atypischer BSE im Kanton Bern festgestellt

BSE-Nachweis bei aus Deutschland importiertem Tier.
Neuerlich wurde eine Schweizer Kuh nach der Schlachtung positiv auf BSE getestet.
Neuerlich wurde eine Schweizer Kuh nach der Schlachtung positiv auf BSE getestet.
Wie der Landwirtschaftliche Informationsdienst (LID) berichtete wurde auf einem Betrieb im Kanton Bern im Rahmen des Überwachungsprogramms bei einer Kuh ein Fall von BSE festgestellt.

Es handelt sich nach Angaben des Bundesamtes für Veterinärwesen (BVET) dabei aber nicht um einen klassischen, sondern um einen atypischen BSE-Fall.
Diese werden seit einigen Jahren vereinzelt in verschiedenen europäischen Ländern festgestellt. Wissenschaftler gehen davon aus, dass diese BSE-Form möglicherweise sporadisch auftritt, ohne dass infektiöses Futter dafür verantwortlich ist.

Aus Deutschland importiert

Beim betroffenen Tier handelt es sich um eine 2006 aus Deutschland eingeführte siebenjährige Kuh. Sie war nach ihrer Schlachtung routinemäßig auf BSE untersucht worden.
Seit 1990 wurden in der Schweiz 467 BSE-Fälle gemeldet. Bis 2006 hatte sich deren Zahl stark vermindert, zwischen 2007 und 2011 wurde überhaupt kein Auftreten von Rinderwahnsinn mehr diagnostiziert. Mit Ausnahme eines Falles im Jahr 2011 waren alle betroffenen Rinder vor dem totalen Tiermehlverfütterungsverbot vom Jänner 2001 geboren worden. Der aktuelle Anlass ändere nichts an der guten Lage bezüglich BSE in der Schweiz, stellt das BVET in einer Aussendung fest.


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Aktualisiert am: 13.03.2012 16:49
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