Neue Fütterungstechniken für Absetzferkel

Auf der EuroTier 2004 wurden neue Fütterungssysteme für Absetzferkel gezeigt.
Ferkelfeeder
Ferkelfeeder
Anforderungen an die Fütterungstechnik für Absetzferkel
• rationierte Fütterung kleiner Futterportionen zur Durchfallprophylaxe unmittelbar nach dem Absetzen
• zeitlich synchrone Fütterung über den Tag verteilt entsprechend dem arttypischen Futteraufnahmeverhalten bei Tier-Fressplatz-Verhältnis von möglichst 1 : 1 (bei Längstrog-Variante), aus Kostengründen bis maximal 4 bis 5 : 1
• aus fütterungshygienischen Gründen Transport trockenen Futters bis zum Trog
• aus ernährungsphysiologischer Sicht Anbieten breiförmigen Futters im Trog
• kontinuierliche Steigerung der Futtermenge bis zur ad libitum-Fütterung in den ersten 10 Tagen nach dem Absetzen
• Fütterung in mehreren Futterblöcken über den Trog verteilt mit 2 bis 4 Fütterungszeiten je Block
• nach jeder Fütterungszeit Wasser zur freien Aufnahme im Kurz- oder Längstrog
• einfache Technik der Futterförderung (Volumendosierer, Fallrohre)
• mechanisierte und automatisierte Futtervorlage
• Füllstandskontrolle im Trog
• flexibler Einsatz in verschiedenen Bauhüllen und Buchtengeometrien,
• einfache Bedienung
• wenig Verschleißteile und Langlebigkeit
• hohe Funktionssicherheit und
• niedrige Kosten je Ferkelplatz

Eines der neuen in Hannover vorgestellten Geräte ist der Ferkel-Feeder. Seine Vorteile:
• Die Ferkel am Ferkelfeeder erreichten
um 28 Gramm höhere tägliche Zunahmen,
eine um 0,16 kg/kg bessere Futterverwertung in den ersten 14 Tagen nach dem Absetzen und einen um 0,14 kg Futter/kg Zuwachs günstigeren Futteraufwand für die gesamte Haltungsdauer,
einen deutlich besseren Gesundheitsstatus (weniger Durchfallerkrankungen und –behandlungen) sowohl in den ersten beiden Wochen nach dem Absetzen als auch im Gesamtzeitraum.
• Die Futterverluste am Ferkelfeeder sind (bei der Längstrogvariante) nahezu Null, da der Trog innerhalb kürzester Zeit leer gefressen und anschließend mit Wasser gespült wird.
• Die Troghygiene ist sehr gut, da kein Restfutter im Trog verbleibt und mit dem Wasser nach der Fütterung der Trog sauber geleckt wird.
• Die Änderung der Futtermenge im Volumendosierer (bei Bedarf) ist sehr schnell vorzunehmen.
Prof. Dr. Steffen Hoy


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Aktualisiert am: 09.11.2004 12:47
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