Neue Fälle der Rinderseuche BHV1 in Bayern

In zwei rinderhaltenden Betrieben im Landkreis Donau-Ries, Schwaben, ist das BHV1 Virus aufgetreten. Die Bestände werden vernichtet.
Bayern war erst im Herbst vergangenen Jahres von der EU als BHV1-frei anerkannt worden.
Bayern war erst im Herbst vergangenen Jahres von der EU als BHV1-frei anerkannt worden.
Betroffen von dem Ausbruch des Bovinen Herpes Viruses des Typs 1‚ (BHV1) sind ein Mastbetrieb in Alerheim und ein Milchviehbestand in Balgheim. Das gab der zuständige Landkreis Donau-Ries bekannt.

Infektionsursache unklar
Die Rinder der beiden Bestände werden vernichtet. Ein Sperrbezirk um die Ortschaften Balgheim und Alerheim wurde eingerichtet. Aus dem Sperrbezirk dürfen Rinder nur mit Genehmigung des Veterinäramtes verbracht werden. In den umliegenden Betrieben wird nun nach weiteren Fällen der Rinderseuche gesucht. Unklar ist, auf welchem Weg der Erreger eingeschleppt wurde und ob es einen Zusammenhang zwischen den beiden Fällen gibt. Das gesamte Bundesland Bayern war von der Europäischen Kommission erst am 18.10.2011 offiziell als BHV1-freie Region anerkannt worden.

Anzeigepficht

Die Behörden empfehlen allen Landwirten in der Region im nördlichen Schwaben, beim Zukauf von Rindern äußerste Vorsicht walten zu lassen oder zurzeit ganz darauf zu verzichten. Betriebsfremden Personen sollten vor dem Betreten des Stalles unbedingt saubere Stiefel und Schutzkleidung zur Verfügung gestellt werden. BHV1 ist eine anzeigepflichtige Seuche. Betroffene Betriebe werden aus der Tierseuchenkasse entschädigt. Für den Menschen ist das Virus ungefährlich.


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Aktualisiert am: 19.04.2012 17:39
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