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Neue Bedrohung für die Esche

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Zusätzlich zum Eschentriebsterben könnte in Europa bald auch der Asiatische Eschenprachtkäfer zum Problem werden. Was das für die Esche bedeutet, weiß Experte Gernot Hoch.
Die Larven entwickeln sich unter der Rinde lebender Eschen. Foto: BFW
Die Larven entwickeln sich unter der Rinde lebender Eschen. Foto: BFW
Die Eschen leiden in weiten Teilen Europas massiv unter dem Eschentriebsterben. Resistenzzüchtungs-Programme geben zwar Hoffnung, dass die Baumart gerettet werden kann. Doch nun breitet sich von Russland eine neue Bedrohung für die europäischen Eschen in Richtung Europäische Union aus: der Asiatische Eschenprachtkäfer. Eine Einschleppung scheint durchaus wahrscheinlich. Umso wichtiger ist es, die Pflanzenschutzdienste in der EU optimal auf diesen Prachtkäfer vorzubereiten, von dem erwartet wird, dass er große Schäden in den Eschenbeständen verursachen würde. Welche Maßnahmen notwendig und erfolgversprechend sein könnten, diskutierten über 80 Fachleute aus Nordamerika, Russland und aus EU-Mitgliedsstaaten Anfang Oktober am Bundesforschungszentrum für Wald (BFW) in Wien.

Invasiver Schädling
Im Jahr 2003 wurde der in Ostasien heimische Asiatische Eschenprachtkäfer (auf Englisch Emerald Ash Borer) erstmals in Moskau festgestellt. Schon einige Jahre zuvor war er auf ungeklärtem Wege nach Russland eingeschleppt worden. Rasch breitete er sich von Moskau in alle Himmelsrichtungen, besonders nach Süden und Westen aus und hat die Grenze zu Weißrussland und der Ukraine bereits erreicht. Tausende Eschen, vor allem Stadtbäume und Bäume entlang von Straßen fielen dem Befall zum Opfer.

Autor: Dr. Gernot Hoch, Bundesforschungszentrum für Wald

Mehr über den Asiatischen Eschenprachtkäfer, über Strategien zur Bekämpfung und Folgen für Europa lesen Sie im LANDWIRT 23/2018.

Aktualisiert am: 22.11.2018 20:20