Natura-2000 Flächen: Wlodkowski protestiert gegen Ausweitung.

Der steirische Kammerpräsident verlangt eine sofortige Rücknahme der geplanten Ausdehnung der Natura 2000-Flächen in Ennstal und den Niederen Tauern.
Gegen die Ausweitung der Natura2000-Flächen im Ennstal regt sich massiver Protest.
Gegen die Ausweitung der Natura2000-Flächen im Ennstal regt sich massiver Protest.
Konkret verlangt die EU-Kommission in einem bereits laufenden Vertragsverletzungsverfahren eine Vergrößerung der Natura 2000-Flächen in den Niederen Tauern um 30.000 Hektar und im Ennstal um 70 Hektar. Diese Ausdehnung ist laut Wlodkowski ein Anschlag auf die bäuerlichen Eigentümer und sachlich nicht nachvollziehbar, denn schon bisher erfolgte die Ausweisung dieser Natura 2000-Gebiete einseitig und gegen den Willen der Bauern, obwohl aus fachlicher Sicht Kerngebiete ausgereicht hätten.

Für Bauernhöfe katastrophal
In den Niederen Tauern sind dadurch zusätzlich rund 1000 Bauernhöfe mit 20.000 Hektar bestem Wirtschaftswald betroffen, im Ennstal rund 30 Rinderbauern mit 70 Hektar äußerst fruchtbaren und ertragreichen Wiesen. Dies ist für die Bauern katastrophal, weil dadurch ihre Höfe durch Bewirtschaftungsbeschränkungen bis hin zu Nutzungsverboten gefährdet sind. Außerdem werden jedem betroffenen landwirtschaftlichen Betrieb langwierige und kostenintensive, bürokratische Hürden aufgrund notwendiger Naturverträglichkeitsprüfungen auferlegt.

Forderung: Geplante Ausweitung sofort zurücknehmen
Die EU-Kommission begründet diese massive Ausweitung mit dem Schutz von Grauspecht und Haselhuhn. Dies ist laut Wlodkowski fachlich inakzeptabel, weil sich sogar Experten gegen eine Schutzstellung dieser Vogelarten aussprechen. Daher fordert der Kammerpräsident von der EU-Kommission eine sofortige Rücknahme dieser Vorhaben.


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Aktualisiert am: 05.02.2007 09:33
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