Natürliches Vitamin E reduziert Mastitisgefahr

Vitamin E stärkt bei der Milchkuh unter anderem jene Abwehrmechanismen, die gegen Euterentzündungen wirken. Allerdings ist Vitamin E nicht immer gleich Vitamin E.
Natürliches Vitamin E kann in der Zeit nach dem Abkalben den Abwehrmechanismus gegen Krankheitserreger stärken.
Natürliches Vitamin E kann in der Zeit nach dem Abkalben den Abwehrmechanismus gegen Krankheitserreger stärken.
Unter dem Begriff Vitamin E werden verschiedene fettlösliche Verbindungen zusammengefasst. Rinder können Vitamin E nicht selbst bilden, weshalb sie dieses über das Futter aufnehmen müssen. Die Gabe von Vitamin E vor dem Abkalben verbessert zB die Wirkung des körpereigenen Abwehrsystems im Blut. Dadurch werden Nachgeburtsverhaltungen und andere Fortpflanzungsstörungen vermindert.

Das üblicherweise in der Tierernährung verwendete Vitamin E wird mittels chemischer Synthese hergestellt. Mittlerweile gibt es auch ein natürliches Produkt in Futtermittelqualität, gewonnen aus pflanzlichen Ölen, welches lager- und pelletierstabil ist. Die unterschiedliche Zusammensetzung der Isomere zwischen natürlichem und synthetischem Vitamin E ist die Ursache für die beobachteten Unterschiede in der biologischen Wirksamkeit zwischen den beiden Produkten. Diese ist beim Rind stärker ausgeprägt als beim Schwein. Die praktischen Erfahrungen aus Dänemark belegen, dass der Gebrauch von natürlichem Vitamin E die Gesundheit der Kuh in der Kalbezeit verbessert und das Auftreten von Plazentaverhaltungen und Mastitis sowie die Zellzahlen in der Milch reduziert.

Von Dr. Manfred PEISKER und Dr. Yueming DERSJANT-LI, ADM Europa, NL


Aktualisiert am: 06.06.2007 14:30
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