Natürlicher Pflanzenschutz

Lästige Schädlinge machen die Arbeit im Garten zunichte! Es ist Zeit wirksam aber schonend einzugreifen!
In überaus trockene Sommern ist vermehrt starker Blattlausbefall zu beachten.
In überaus trockene Sommern ist vermehrt starker Blattlausbefall zu beachten.
Der Boden, auf dem wir erfolgreich gärtnern wollen, muss reich an Humus und Mineralstoffen sein, was wir am besten durch jährliche Gaben von ausgereiftem und mit Mineralstoffen angereichertem (zB Basaltmehl, Holzasche, Algenkalk, Bodenkalk) Kompost und Gründüngungen erreichen.

Harter, humusarmer, nach Regen leicht verschlämmter Boden, sowie Mangel an Mineralstoffen und Kalk, aber auch überdüngter Boden kann Schnecken anziehen.
Der Humus greift anscheinend die Schleimhaut der Schnecken an. Pflanzen, die auf ausgewogenen Bodenverhältnissen wachsen, werden von Schnecken in Ruhe gelassen.
Der Mulch dient nur dort als willkommenes Versteck für die Schnecken, wo auch der Boden sie anlockt und die darauf wachsenden Pflanzen. Die Pflanzen werden nur dort von Schnecken gefressen, wo der Boden den bereits genannten Zustand hat und eben nicht im Gleichgewicht ist.
Wo noch Schneckengefahr besteht, was sich über einige Jahre hinziehen kann, ist halbverrotteter Kompost als Mulch besser geeignet als Frischpflanzenmulch.

Blattläuse und andere Sauger kommen verstärkt vor durch ein Ungleichgewicht in der Pflanze, was vom Boden und auch vom Wetter abhängig ist. Durch sorgfältige Bodenpflege und bei einigermaßen normaler Witterung bleibt der Blattlausbefall aus oder so gering, dass kaum Schaden auftritt. Bei großer Hitze und Trockenheit hilft das Feuchthalten der Kulturen, weil die Trockenheit die Nährstoffkonzentration in der Pflanze zu hoch werden lässt. Bei guten Bodenverhältnissen wird der Blattlausbefall viel später auftreten. Die Pflanzen sind dann schon groß und gut entwickelt und haben keinen Schaden dadurch. In einer einigermaßen harmonischen Umgebung entwickeln sich auch die Nützlinge und helfen mit, die Schädlinge in Schach zu halten. Zum Beispiel Vögel, Schlupfwespen, Schwebfliegen, Florfliegen und Ohrwürmer, die in mit Holzwolle gefüllten und mit der Öffnung nach unten aufgehängten Blumentöpfen in Bäumen beste Entwicklungsmöglichkeiten vorfinden. Zusätzlich Steinmehl fein auf befallene Pflanzen stäuben, vertreibt diese Schädlinge.

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Aktualisiert am: 11.06.2003 17:56
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