Nahrungsmittelpreise im Juni gestiegen

Die globalen Nahrungsmittelpreise sind im Juni leicht gestiegen und verharren nahe ihrer Rekordhöhen. Das Minus bei tierischen Erzeugerpreisen lässt den Agrarpreis-Index für Mai sinken.
Trotz global gestiegener Nahrungsmittelpreise im Juni zeigte der Agrarpreis-Index Österreich im Mai 2011 im Vergleich zum Vormonat ein Minus.
Trotz global gestiegener Nahrungsmittelpreise im Juni zeigte der Agrarpreis-Index Österreich im Mai 2011 im Vergleich zum Vormonat ein Minus.
Dieser Anstieg ist hauptsächlich auf einen 14%igen Preisschub bei Zucker zurückzuführen, wie die Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen FAO vergangene Woche mitteilte. Damit ist den weiteren Angaben zufolge der Lebensmittelpreis-Index der FAO im Juni um 1% auf 234 Punkte und im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 39% gestiegen. Der Index steht damit knapp unter dem Rekordniveau von 238 Punkten im Februar. Die Getreidepreise sind leicht zurückgegangen, nachdem die sich verbessernden Wetterbedingungen in den USA und Europa die Ernten dort nun größer erscheinen lassen als zuletzt erwartet. Ende Juni waren die Getreidepreise regelrecht abgesackt, nachdem das US-Landwirtschaftsministerium die Maisbestände überraschend nach oben korrigiert hatte. Die FAO hat seine Schätzung für die weltweite Getreideproduktion ebenfalls angehoben. Nahezu unverändert blieben die Preise bei Milchprodukten und Fleisch.

Agrarpreis-Index Österreich für Mai 2011
Trotz global gestiegener Nahrungsmittelpreise im Juni zeigte der Agrarpreis-Index Österreich im Mai 2011 im Vergleich zum Vormonat ein Minus von 0,5% und reduzierte sich damit auf einen Wert von 116,5. Diese Änderung war vor allem auf die niedrigeren Preise für Schweine (-1,7%) und Schlachtrinder (-0,8%) zurückzuführen. Milch erfuhr eine Steigerung von 1,7%. Die tierische Produktion gesamt zeigte jedoch ein Minus von 0,2%, wobei sich erst in der aktuellen Woche eine Entspannung dieser Märkte abzeichnete. Die pflanzlichen Erzeugnisse erfuhren im Vergleich zum Vormonat ebenso eine Reduktion von 1,6%. Verursacht wurde diese Entwicklung durch einen nur geringen Anstieg der Getreide- und Ölsaatenpreise sowie ein deutliches Minus bei Kartoffeln. Mittlerweile sind die Getreidepreise aufgrund guter Ernteprognosen wesentlich gesunken und auch für die Ölsaaten konnte der Anstieg im Mai nicht gehalten werden.


Autor:
Aktualisiert am: 14.07.2011 08:29
Landwirt.com Händler Landwirt.com User