Nachsaat im Grünland - ausdauernd oder kurzlebig?

Zur Nachsaat stehen verschiedene Gräsermischungen zur Auswahl, die je nach ökologischen Gegebenheiten unterschiedlich gut geeignet sind.
Ein harmonischer Dauerwiesenbestand mit der Nachsaatmischung Na oder Ni verbessert, bringt Erträge und vor allem beste Futterqualitäten.
Ein harmonischer Dauerwiesenbestand mit der Nachsaatmischung Na oder Ni verbessert, bringt Erträge und vor allem beste Futterqualitäten.
Will der Landwirt auch künftig mit Dauerwiesen und Dauerweiden arbeiten, so sollte er die ausdauernden ÖAG-Nachsaatmischungen Na oder bei intensiver Grünlandbewirtschaftung die Ni mit 10 bis 15 kg/ha verwenden. Damit gelingt es, eine dichte Grasnarbe wieder aufzubauen, die langfristig einem Kräuterdruck entgegenwirkt. Will man Dauerwiesen oder auslaufendes Feldfutter in Richtung „Intensivgras“ führen, so kann eine Nachsaat mit Raygrassorten erfolgen. Es werden bei deutlicher Erhöhung der Düngermengen zwar die Erträge ansteigen, jedoch werden die Kräuter nur optisch bekämpft. Bekommen die Kräuter wieder „Luft“, sind sie wieder alle vorhanden.
Das Dauergrünland sollte nachhaltig und standortangepasst bewirtschaftet werden. Der Alpenraum ist derzeit nur bedingt raygrasfähig und kann langfristig nicht so einseitig geführt werden. Es wird davor gewarnt, die bestehenden verkrauteten Dauerwiesen mit diesen Kampfmischungen in raygrasbetonte Bestände umzubauen. Diese kurzfristige Verbesserung zieht eine laufende Übersaat nach sich und macht die ökologisch breiten Dauerwiesen im Berggebiet zu intensiv-monotonem Grasland, welches bei unseren Düngerempfehlungen kaum zu ernähren ist. Bleiben wir bei einer nachhaltigen Strategie der Grünlanderneuerung und setzen wir auf ökologisch vielfältige Pflanzenbestände. Eine wirkliche Ampferbekämpfung ist mit der Kampfmischung leider nicht möglich.

Autor:
Aktualisiert am: 11.06.2003 17:51
Landwirt.com Händler Landwirt.com User