Nachhaltig erzeugtes Soja für Schweinefütterung

Die EU-Supermärkte wollen verstärkt auf nachhaltig erzeugtes Soja für die Schweinefütterung setzen. Auf die Verwendung von Soja aus „zertifiziertem und verantwortungsvollem“ Anbau einigte man sich am Runden Tisch für Nachhaltiges Soja (RTRS) in London.
Bei den Eigenmarken wollen die EU-Supermärkte künftig verstärkt auf nachhaltig erzeugtes Soja setzen.
Bei den Eigenmarken wollen die EU-Supermärkte künftig verstärkt auf nachhaltig erzeugtes Soja setzen.
Führende Lebensmitteleinzelhandelsketten in der Europäischen Union haben als Teilnehmer am Runden Tisch für Nachhaltiges Soja (RTRS) in London zugesagt, bei der Herstellung von Eigenmarken-Lebensmitteln künftig zunehmend Soja aus „zertifiziertem und verantwortungsvollem“ Anbau zu verwenden. Zu dem international und vermarktungsstufenübergreifend besetzten Qualitätssicherungsgremium RTRS gehören unter anderem die britischen LEH-KettenAsda, Marks & Spencer, Waitrose, Sainsbury’s und Co-operative Food, die französische Carrefour-Gruppe, der niederländische Ahold-Konzern sowie die schweizerischen Unternehmen Coop und Migros. Wie die Initiative in der vergangenen Woche weiter mitteilte, will sich auch der Chinesische Verband des Sojabohnensektors (CSIA) mit seinen insgesamt etwa 750 Mitgliedsorganisationen den Qualitätsstandards unterwerfen. RTRS-Präsident Jaap Oskam sprach angesichts dieser Tagungsergebnisse von einem großen Schritt hin zu einem wachsenden Weltmarkt für nachhaltiges Soja. Seit 2011 wurden RTRS-Angaben zufolge fast 300.000 t zertifiziertes Soja aus Argentinien, Brasilien Paraguay und Indien vermarktet. Diese Menge entspricht allerdings lediglich einem Tausendstel der Welterzeugung: Nach Zahlen des US-Landwirtschaftsministerium belief sich die globale Sojabohnenernte im vergangenen Wirtschaftsjahr 2010/11 auf rund 265 Mio t.

Aktualisiert am: 11.06.2012 11:27
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