Nachfrage am Holzmarkt im Oktober anhaltend hoch

Heimische Sägeindustrie bekundet volle Aufnahmefähigkeit, besonders Nadelsägerundholz wird nachgefragt.
Die Zeit der Waldarbeiten beginnt. Sichern Sie sich vor Beginn der Schägerungsarbeiten vertraglich ab.
Die Zeit der Waldarbeiten beginnt. Sichern Sie sich vor Beginn der Schägerungsarbeiten vertraglich ab.
Die aktuelle Außenhandelsstatistik belegt, dass insbesondere an dem für die österreichische Sägeindustrie so wichtigen Schnittholzmarkt Italien deutliche Einbußen im Export zu verzeichnen sind. Diese konnten nur teilweise in die Levante oder den stabilen Japanmarkt umgeleitet werden. Trotz deutlich geringerem Einschnitt im heurigen Jahr - es wird eine Reduktion um 10% erwartet - ist aber die Nachfrage nach Nadelsägerundholz anhaltend hoch. Die Preise sind regional sogar leicht gestiegen und erreichen beim Leitsortiment Fichte (Qualität B, Media 2b) im oberen Preisband wieder EUR 100,- je Festmeter, teilt die LK Ö in ihrem jüngsten Holzmarktbericht mit. Die Holzabfuhr erfolgt problemlos und zügig, die Sägeindustrie bekundet volle Aufnahmefähigkeit. Die Nutzung von Kiefer bleibt bei regional ebenfalls gestiegenen Preisen weiter attraktiv.

Sichern Sie sich ab

Waldbesitzern wird empfohlen, die für die Forstwirtschaft sehr guten Rahmenbedingungen und attraktiven Preise zu nutzen, um Sägerundholz zu erzeugen. Bereits vor der Holzernte sollte für vertragliche Sicherheiten im Verkauf und einen raschen Holzabtransport gesorgt werden. Auf Zahlungssicherheit und usancenkonforme Übernahme am Sägewerk sollte ebenfalls geachtet werden.

Industrierundholzpreise stabil

Die Papier-, Zellstoff- und Plattenindustrie ist aktuell gut mit Industrierundholz versorgt, es wird für die kommenden Monate dennoch volle Aufnahmefähigkeit für alle Sortimente signalisiert. Die Preise sind stabil. Die Abnahme von Buchenfaserholz erfolgt unaufgeregt. Der Energieholzmarkt verläuft anhaltend ruhig, die Brennholzlager der Großverbraucher sind gut beschickt. Die Nachfrage nach hoch qualitativem, zwei Jahre gelagertem, trockenem Brennholz ist sehr hoch.

Waldbesitzern wird von den Forstexperten trotz geringer Schadholzmengen durch Borkenkäferbefall weiterhin empfohlen, ihre Bestände sorgfältig zu kontrollieren und Käfernester großzügig aufzuarbeiten.

Autor:
Aktualisiert am: 20.10.2012 11:05
Landwirt.com Händler Landwirt.com User