Nachfrage am Eiermarkt unter Vorjahresniveau

Der Eierabsatz im österreichischen Lebensmittelhandel hat sich wieder normalisiert.
Die verarbeitende Industrie versucht, ihr Lager zu entsprechend niedrigen Preisen aufzufüllen.
Die verarbeitende Industrie versucht, ihr Lager zu entsprechend niedrigen Preisen aufzufüllen.
Die Abgabepreise der heimischen Eierpackstellen tendierten Mitte Mai (Kalenderwoche 19) nach oben, lagen aber generell unter dem Vorjahresniveau. Dies gilt laut AMA sowohl für Eier aus Boden- als auch für solche aus Freilandhaltung. Für Eier aus biologischer Erzeugung wurden die Preise der Gewichtsklasse XL reduziert und der Klassen L und M erhöht. Weiter unverändert blieb der Preis der Klasse S. Im Vergleich zu 2009 bleiben auch die Notierungen für Bioeier unter dem Vorjahresniveau.

Keine Stabilität am deutschen Eiermarkt
Ein Blick in das Nachbarland Deutschland zeigt, dass die Höhenflüge der Notierungen auf dem Spotmarkt vor Ostern nunmehr in deutliche Preiseinbrüche münden. Lediglich Ware der Größenklasse XL kann sich auf dem Markt behaupten. Es ist derzeit keinerlei Stabilität auf dem deutschen Eiermarkt zu erkennen. Die Marktteilnehmer sehen sich momentan als Rettungsanker für die Überschüsse aus Europa (besonders für Käfigware) und befürchten, dass die Notierungen noch weiter sinken werden, obwohl derzeit nach Berichten deutscher Produzenten dort bereits die niedrigsten Erlöse Europas herrschen - außer bei schwerer Bodenhaltungsware und bei Freilandeiern.


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Aktualisiert am: 25.05.2010 14:34
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