NÖ: bundesweit höchste Bio-Milchzuwächse

Mit 4.767 ökologisch wirtschaftenden Betrieben ist Niederösterreich heute Österreichs (gesamt 20.773 Bio-Betriebe) Bio-Bundesland Nr. 1. Alleine in den ersten Monaten des laufenden Jahren stiegen 314 Landwirte auf Öko um und sorgten damit für die höchste Zuwachsrate bundesweit.
Niederösterreich ist Österreichs Bio-Bundesland Nr.1 - es verzeichnete auch die höchsten Zuwächse an Bio-Milch.
Niederösterreich ist Österreichs Bio-Bundesland Nr.1 - es verzeichnete auch die höchsten Zuwächse an Bio-Milch.
Auf den 900 Bio-Milch-Betrieben in Niederösterreich werden ca. 13.000 Milchkühe gehalten, die hierbei bewirtschaftete Gründlandfläche beläuft sich auf 35.800 Hektar. Mit einer Produktion von 42,8 Mio. kg Bio-Milch 2009 konnte gegenüber 2008 eine Steigerung von 5,3 Mio. erzielt werden. Damit kommt bereits jeder zwölfte Liter Milch in Niederösterreich von einem Bio-Betrieb. Je Kilogramm Milch erhielten die Betriebsführer einen durchschnittlichen Bio-Zuschlag von 7,44 Cent, der gesamte Mehrerlös belief sich damit auf 3,2 Mio. Euro.

Minus in Tirol und der Steiermatk
Bundesweit konnte der Bio-Milchanteil 2009 um 9,5 Mio. kg gegenüber dem Jahr davor erhöht werden. Dazu trugen neben Niederösterreich auch Salzburg (+6,4 Mio. kg), Kärnten (+1,5 Mio. kg), Oberösterreich (+515.000 kg), Vorarlberg (+411.000 kg) und das Burgenland (+28.400 kg) bei, während in Tirol und der Steiermark ein Minus (2,9 Mio. kg beziehungsweise 1,7 Mio. kg) verzeichnet wurde.

Milchvieh als Fundament von Bio
"Die Milchviehhaltung ist ein unverzichtbares Fundament der Bio-Landwirtschaft und generell der österreichischen Agrarwirtschaft. Trotz der Wirtschaftskrise mit teils massiven Einbrüchen bei den bäuerlichen Erzeugerpreisen ist es uns gelungen, für die niederösterreichischen Bio-Bauern einen durchschnittlichen Öko-Zuschlag von 7,44 Cent per Kilogramm Milch zu erreichen", erklärt Karl Erlach, Obmann von Bio Austria Niederösterreich und Wien, in einer Aussendung. Der heimische Lebensmittelhandel müsse unbedingt dafür sorgen, "den Bio-Bauern mit fairen Erzeugerpreisen ein kostendeckendes Wirtschaften zu ermöglichen". Denn damit seien die wertvolle Kulturlandschaft, Klima- und Umweltschutz, sauberes Grundwasser und der Erhalt der Bio-Diversität verbunden.

Vorreiterrolle in der EU durch neue Futterrichtlinie
Am 27.04. hat die Delegiertenversammlung von Bio Austria beschlossen, den Kraftfutteranteil bei der ökologischen Milchproduktion auf 15% zu senken. "Durch diese Optimierung werden unsere Bauern den Futterbedürfnissen der Wiederkäuer voll und ganz gerecht und können zudem den gesundheitsfördernden Gehalt an Omega-3-Fettsäuren in der Bio-Milch erhöhen", erläutert Verbands-Obmann Erlach. "Damit ist es uns gelungen, die biologische Milcherzeugung entscheidend in Richtung Tiergerechtheit und menschlicher Gesundheit weiterzuentwickeln und innerhalb der EU eine Vorreiterrolle einzunehmen." Zudem werde gegenüber den Konsumenten ein klares Zeichen gesetzt, dass Rinder keine Futterkonkurrenten für den Menschen sind, sondern ihre natürlichen Futtergrundlagen zu äußerst wertvollen Lebensmitteln veredeln. (AIZ)

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Aktualisiert am: 06.05.2010 09:24
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