NÖ auf dem Weg in eine neue Energiezukunft

Die Energiestrategie des Landes Niederösterreich verfolgt zwei Ziele: bis 2020 sollen 50 Prozent der Gesamtenergie aus erneuerbaren Energien gewonnen werden und bis 2015 sollen 100 Prozent des Stromes aus erneuerbaren Energien kommen.
Eine neue Initiative des Landes Niederösterreich ist die Förderung von Elektrofahrrädern.
Eine neue Initiative des Landes Niederösterreich ist die Förderung von Elektrofahrrädern.
Dies kündigte heute Landesrat Dr. Stephan Pernkopf in einer Pressekonferenz an. 100 Prozent Strom aus erneuerbarer Energie sei ein neues ehrgeiziges Ziel des Landes, Niederösterreich will damit als erstes Bundesland dieses Ziel erreichen. Derzeit liegt der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromproduktion in Niederösterreich bei 89 Prozent, wobei 23 Prozent durch Wind, Biomasse, Kleinwasserkraft, Biogas und Photovoltaik und 66 Prozent durch Großwasserkraft aufgebracht werden.

Forcierung der Energieberatung
Das 100-Prozent-Ziel kann laut Pernkopf durch Energiesparen, konsequenten Ausbau der erneuerbaren Energien und Forcierung der Energieberatung erreicht werden. Bei den Energieberatungstagen habe es in der vergangenen Woche mehr als tausend Beratungen gegeben - ein eindrucksvoller Beweis für das große Interesse am Thema Energiesparen in der Bevölkerung. Niederösterreich setzt seit Jahren auf den Ausbau der erneuerbaren Energie, in wenigen Tagen wird in Hofstetten Grünau das 500. Biomasseheizwerk eröffnet. Aber auch Windkraft, Photovoltaik und Kleinwasserkraft wird in den nächsten fünf Jahren weiter ausgebaut werden.Weiters startet das Land im Frühjahr eine Kampagne zum Stromsparen in Haushalten. Dabei geht es u.a. um den Einsatz von Energiesparlampen, Tausch von Heizungspumpen oder Steckerleisten zur Vermeidung von Standby. Weiters wird das Thema Energie in den nächsten Monaten verstärkt in die Gemeinden getragen.

Förderung von Elektrofahrrädern
Als neue Initiative des Landes Niederösterreich kündigte Pernkopf die Förderung von Elektrofahrrädern an. Das Land wird 20 Prozent der Investitionskosten bis maximal 300 Euro fördern. Förderwerber sind alle natürlichen Personen mit Hauptwohnsitz in Niederösterreich. „Die Energie soll vor allem an Photovoltaik-Modulen getankt werden. Ein ca. 1,5 Quadratmeter großes Modul liefert jährlich so viel Strom, dass man mit einem Elektrofahrrad rund 20.000 Kilometer fahren kann“, betonte Pernkopf.


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Aktualisiert am: 18.02.2010 14:18
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