NÖ: Neue Bestimmungen für Erntehelfer im bäuerlichen Kollektivvertrag

Die neuen Bestimmungen für Erntehelfer im bäuerlichen Kollektivvertrag wurden kürzlich von der Landarbeiterkammer NÖ und Landwirtschaftskammer NÖ unterzeichnet. Kernstück ist die Möglichkeit einer Durchrechnungsvereinbarung. „Unter fairer und praxisnaher Berücksichtigung von Dienstnehmer- und Dienstgeberinteressen trägt die Neuregelung zur Sicherung der heimischen Gemüseproduktion bei“, freut sich Präs. LK NÖ Hermann Schultes.
Gratulation für Rohringer zu Neuregelungen im bäuerlichen Kollektivvertrag: Schultes, Schwarzböck
Gratulation für Rohringer zu Neuregelungen im bäuerlichen Kollektivvertrag: Schultes, Schwarzböck
Rechtzeitig vor Beginn der Spargelernte unterzeichneten kürzlich die Landwirtschaftskammer NÖ und die Landarbeiterkammer NÖ die neuen Bestimmungen für Erntehelfer im bäuerlichen Kollektivvertrag. Die Neuregelung kam auf Betreiben von Johann Rohringer, Obmann Gemüsebauverband, zustande. Sie soll die Arbeitskräfte intensive Gemüseproduktion zu fairen Bedingungen sichern. Die Rechtssicherheit für die Betroffenen ist deutlich verbessert.

Kernstück der Neuregelung ist die Möglichkeit einer Durchrechnungsvereinbarung für Erntehelfer. Durch entsprechenden Zeitausgleich wird eine Erhöhung der Tages- und Wochenarbeitszeit (von 9 auf 12 bzw. von 43 auf 52 Stunden) ohne Überstundenzuschläge ermöglicht. Mit besonderem Augenmerk auf sozial- und arbeitsrechtliche Bestimmungen stellt die Neuregelung den Saisonbetrieben damit ein alternatives Abrechnungsmodell zur Verfügung. Es berücksichtigt die besondere Situation von Erntehelfern und hilft die Produktionskosten kalkulierbar zu machen.
Schultes gratulierte dem neuen Obmann des Gemüsebauverbandes Rohringer zu diesem Erfolg: „Mit der neuen Regelung ist die heurige Gemüseernte gesichert. Die Konsumenten können weiterhin gesund und fair produziertes Gemüse aus Niederösterreich genießen“.

Gerade im arbeitsintensiven Obst- und Gemüsebau sind Helfer für das erfolgreiche Einbringen der Ernte unverzichtbar. Aus dem Erntehelferkontingent können Bewilligungen auf maximal sechs Wochen genehmigt werden. Das Kontingent sieht für heuer für NÖ 2.000 Arbeitskräfte vor.


Aktualisiert am: 21.04.2007 12:04

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