NÖ: Arbeitsentlastung für Bauern

Bei Unfall, Krankheit oder Todesfall gab es für bäuerliche Familien bis dato nur die soziale Betriebshilfe als Unterstützungsmaßnahme des Landes. Brauchte man allerdings einige Tage Erholung war man bislang auf sich gestellt oder auf Familienangehörige und Nachbarn angewiesen. Die neue Entlastungshilfe des Landes Niederösterreich in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer NÖ und dem Maschinenring NÖ schafft Abhilfe. Mitglieder von Molkereigenossenschaften profitieren zusätzlich.
v.l.n.r.: Präsident Hermann Schultes, Veronika Schadenhofer (Vizebgm. v. Oberndorf a.d. Melk) kann als Milchbäuerin dieses Angebot in Anspruch nehmen, Landesrat Josef Plank.
v.l.n.r.: Präsident Hermann Schultes, Veronika Schadenhofer (Vizebgm. v. Oberndorf a.d. Melk) kann als Milchbäuerin dieses Angebot in Anspruch nehmen, Landesrat Josef Plank.
Die Entlastungshilfe will zwei besonderen Belastungsgruppen helfen: Haushalte mit pflegebedürftigen Personen und viehhaltende Betrieben sollen leichter Ersatzkräfte in Anspruch nehmen können. Eine zusätzliche Beilhilfe zur Landesförderung erhalten Mitglieder der Milchgenossenschaft NÖ (MGN), der Molkerei Berglandmilch im Mostviertel, Aschbach und der Waldviertler Molkereigenossenschaft Waidhofen a.d. Thaya.

Zuschuss zu den Einsatzkosten einer Aushilfe
Betriebe wo eine tägliche Anwesenheit erforderlich ist und wo innerhalb der Familie keine Aushilfe möglich ist, werden in Zukunft vom Land Niederösterreich finanziell unterstützt. Die Förderung wird in Form eines Zuschusses zu den nachgewiesenen Einsatzkosten eines Betriebshelfers/in oder einer Dorfhelferin gewährt. Die Höhe des Landeszuschusses beträgt 50 %, höchstens jedoch 60,- Euro pro Einsatztag. Dabei kann der Betriebsleiter diese Unterstützung bis zu 10 Tage je Kalenderjahr beanspruchen. Für Mitglieder der Molkereigenossenschaft gibt es noch eine zusätzliche Unterstützung von 10 bis 18 Euro pro Tag für ebenfalls maximal 10 Tage pro Kalenderjahr.
Um eine Entlastungshilfe zu bekommen, ist ein schriftlicher Antrag bei der örtlichen Maschinenring-Geschäftsstelle zu stellen.

Weitere Informationen über die Voraussetzungen zur Entlastungshilfe erhalten Sie bei Ing. Karl Furtner, LK NÖ unter der Tel. 02742/259-5307 oder unter karl.furtner@lk-noe.at.


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Aktualisiert am: 13.03.2008 09:31
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