Mutterkuhhaltung wird weiter zunehmen

Die EU-Agrarreform 2003 hat die Weichen für die Landwirtschaft neu gestellt. Auch in der Mutterkuhhaltung und Rindermast werden sich diese Ergebnisse niederschlagen.

Der Vorteil der Ausmast am eigenen Betrieb liegt darin, dass die Tiere keine Betriebsumstellung haben und auch die Futterumstellung zur Ausmast genau gesteuert werden kann.
Der Vorteil der Ausmast am eigenen Betrieb liegt darin, dass die Tiere keine Betriebsumstellung haben und auch die Futterumstellung zur Ausmast genau gesteuert werden kann.

Auf Milchviehbetrieben wird auch in Zukunft die Milchleistungszucht von besonderer Bedeutung sein. Daher dürfte in den nächsten Jahren das Angebot an geeigneten Kalbinnen aus Milchviehbetrieben für die Mutterkuhhaltung zurückgehen. Es kann daher erwartet werden, dass vermehrt Kalbinnen am Mutterkuhbetrieb aufgezogen werden bzw. sich mehr Betriebe auf die Aufzucht von Kalbinnen für Mutterkuhbetriebe spezialisieren. In diesen Herden wird vor allem eine mutterkuhtaugliche Genetik (nicht zu hohe Milchleistung, mittlerer Rahmen, hoher Eutersitz, eventuell Hornlosigkeit etc.) eingesetzt werden. Die Aufzucht der Kalbinnen wird extensiv erfolgen und die Kalbinnen werden mit passenden Fleischrassen belegt werden. Es ist zu erwarten dass die Aufzuchtbetriebe auf Grund der Nachfrage zumeist auch biologisch wirtschaften werden.
 Die zukünftigen agrarpolitischen Rahmenbedingungen lassen in Österreich eine weitere Zunahme der Mutterkuhhaltung erwarten.
 Die Differenzierung der Produktionsformen von intensiv bis extensiv wird zunehmen.
 In der Rindfleischproduktion wird die Wirtschaftlichkeit der Verfahren, nun aber weitestgehend unabhängig von den Marktordungsprämien, über die Produktionsrichtung entscheiden.
 Die Kälber- bzw. Einstellerpreise, die Futter- und Betriebsgegebenheiten und die Erlöse (Markt) werden über den Produktionsumfang und die Produktionsrichtung entscheiden.


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Aktualisiert am: 13.10.2003 10:33
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