Get it on Google Play

Mutterkuhhaltung: Mit dem richtigen Umgang zum Betriebserfolg

Kategorien zum Thema: Mutterkuhhaltung Top
Rund 120 Mutterkuhhalter und 30 Schüler waren beim 1. Steirisch-Burgenländischen MUTTERKUH-Fachtag in der LFS Kirchberg am Walde in Grafendorf/Hartberg dabei.
v.l.n.r: Die Referenten und Organisatoren des ersten burgenländisch-steirischen Mutterkuhfachtags ziehen ein positives Resümee: DI Daniel Heindl, Dir. DI Roman Bruckner, Ing. Johannes Gstöhl, Dr. Bernhard Samm, ÖKR Johann Reisinger. Foto: Gstöhl
v.l.n.r: Die Referenten und Organisatoren des ersten burgenländisch-steirischen Mutterkuhfachtags ziehen ein positives Resümee: DI Daniel Heindl, Dir. DI Roman Bruckner, Ing. Johannes Gstöhl, Dr. Bernhard Samm, ÖKR Johann Reisinger. Foto: Gstöhl
Ziel der bundesländerübergreifenden Veranstaltung war es das Fachwissen zu aktuellen Themen der professionellen Mutterkuhhaltung zu erweitern bzw. aufzufrischen. Organisiert und durchgeführt wurde diese Veranstaltung von Dir. DI Roman Bruckner (LFS Kirchberg) und Ing. Johannes Gstöhl (LK Burgenland).

So gehe ich mit Mutterkühen um
Zu diesem spannenden Thema hat DI Daniel Heindl aus Niederösterreich referiert. Als jahrelanger Mutterkuhhalter war sein Erfahrungsbericht auf die Themen - Umgangsformen und die verschiedenen Möglichkeiten, „Umgang mit Rindern auf dem Papier“, und Umgangsformen mit Rindern in der anfallenden Arbeit ausgelegt. Seine Schlussfolgerungen:

  • man muss seine Tiere genau kennen, um sie als Mitarbeiter anzuerkennen,
  • Papier hat ein besseres Gedächtnis als unser Gehirn,
  • Mutterkühe haben keinen Kündigungsschutz und
  • intensives Beobachten und extensives Arbeiten, dagegen spricht in der Mutterkuhhaltung nichts!


Die fruchtbare Mutterkuhherde
Eine fruchtbare Mutterkuhherde, mit einem gesunden aufgezogenen Kalb pro Kuh in der Herde, ist die entscheidende Grundlage für eine wirtschaftliche, nachhaltige Mutterkuhhaltung. Fruchtbarkeitszyklus, der richtige Beleg- bzw. Besamungszeitpunkt, was verhindert eine erfolgreiche Trächtigkeit, Körperkonditionsbeurteilung (BCS) und Fruchtbarkeitsparameter standen im Mittelpunkt des Vortrages von Dr. Bernhard Samm, praktizierende Tierarzt aus Lanzenkirchen in Niederösterreich. Gewünschte Fruchtbarkeitsergebnisse sind dann erreichbar, wenn:

  • ein embryonaler Fruchttod vermieden werden kann,
  • das Management nach Schwer- und Problemgeburten richtig greift,
  • Hitzestress im Sommer hintangehalten wird,
  • die Fütterung der Tiere im richtigen Nährstoffausgleich steht, und
  • die Haltungsform zum Produktionssystem passt


Auf Kälberkrankheiten richtig reagieren
In diesem Vortrag ging Dr. Bernhard Samm auf die Krankheitszeichen der Rindergrippe, Durchfallerkrankung, Infektionskrankheiten und auf die wesentlichen Stoffwechselerkrankungen ein, wobei er Wert auf die richtige Behandlung und/oder Prophylaxe legte, Gründe für „Therapieversager“ hat er ebenfalls im Detail erläutert.

Zehn tägliche Kontrollpunkte in der Mutterkuhherde:

  • Vollzähligkeit und Gesamteindruck der Herde
  • Stehen-gehen-liegen
  • Futter- und Wasserangebot und Aufnahme
  • Wiederkauverhalten
  • Kotbeschaffenheit und Verschmutzung
  • Erkennbare Brunsten
  • Verletzungen, Ausfluss
  • Atembewegungen, Husten
  • Eutergesundheit
  • Atmung, Bewegung und Saugen der Kälber


Nach dem gemeinsamen Mittagessen ging es auf die zwei ausgewählten Exkursionsbetriebe.

Betrieb Groller
in Schwaighof 7, 8240 Friedberg, Steiermark. Der Familienbetrieb ist ein Umstellungsbetrieb von der Milchviehhaltung in die Mutterkuhhaltung mit derzeit 30 Mutterkühen der Rasse Fleckvieh. Die Kühe werden mit einem Charolaisstier belegt und die Nachzucht als steirisches Jungrind vermarktet. Der Betrieb hat seit dem Jahr 2002 BIO-Status und betreibt ganzjährige Stallhaltung.

Betrieb Zapfel
in Sägegasse 6, 7422 Riedlingsdorf, Burgenland. Die Familie betreibt seit vielen Jahren eine erfolgreiche Direktvermarktung. Am Hof stehen 300 Mastschweine, 20 Mutterkühe der Rasse Aberdeen Angus mit der Nachzucht und männlichen Masttieren. Ein Betrieb, der in den letzten Jahren hohe Qualitätsauszeichnungen erhielt.

Autor: Ing. Johannes Gstöhl


veröffentlicht: 27.11.2012 14:53
Suche
Tiere für die Mutterkuhhaltung kaufen
  • Fleckvieh Kuh hochträchtig
    Zuchtbetrieb verkauft eine hochträchtige Fleckvieh Kuh für Mutterkuhhaltung wegen erhöhter Zellzahl. Geb. am 20.08.2012, gedeckt am 15.04.2016 mit ROMARIO (soll am 25.01.2017 kalben). Aus Anbindehaltung, Sommer geweidet mit Elektrozaun.
  • Kalbinen hochträchtig
    Mutterkuh sowie Milchkuh mit Abstammung. Geweidet Abkalbetermin Dezember / Jänner. 4291 Lasberg, tel. melden.
  • BIO - Fleckviehkalbin in Milch
    Verkaufe eine brave FV Kalbin, gekalbt am 22.11. - leider 3-strichig. Evtl. als Mutterkuh mit Stierkalb € 300,-, enthornt, führig, BVD frei, Zustellung möglich.
  • Kuhkalb
    Limo/Fleckv. Kreuzung, 5 Wochen alt. Für Mutterkuh oder Mastbetrieb.
  • Liebevolle Erstlingskuh Zoey mit Kuhkalb Annika
    Unzertrennliches Gespann sucht neue Heimat mit genügend Freifläche. Kuh Zoey als Milch oder Mutterkuh, geb. am 14.12.2013 mit Kalb Annika, geb. am 10.11.2016. Zuhause in Mondsee auf energetisierten Bauernhof.
Aktuelles zum Weiterlesen
Schlachtkälberpreis überschreitet 6 Euro-Marke

Schlachtkälberpreis überschreitet 6 Euro-Marke

Die Nachfrage nach Kalbfleisch steigt aktuell schneller als das Angebot. Das führt zu steigenden Preisen. In Österreich legte die Notierung für Schlachtkälber um 10 Cent/kg zu. Der Preis liegt in der dritten Novemberwoche bei 6,05 Euro/kg.
Eurotier 2016: Das sind die Gewinner

Eurotier 2016: Das sind die Gewinner

Bis zum 14. November 2016 mussten die Nominierten auf ihre Medaillen warten. Am Vortag der EuroTier kürte die DLG schließlich die Gewinner der Gold- und Silbermedaillen. Lesen Sie hier, welche Neuheiten mit dem „Innovation Award 2016“ prämiert wurden.

Stressfreies Absetzen mit QuietWean

Das Absetzen von Mutterkuhkälbern ist meist mit tagelangen Brüllkonzerten und verminderter Futteraufnahme verbunden. Jetzt zeigt eine vielversprechende Methode aus Kanada, dass es auch anders geht. Die QuietWean-Saugentwöhner machen ein stressfreies Absetzen möglich.

Jetzt Förderung für seltene Rinder beantragen

Mit 15. Dezember 2016 endet die Abgabefrist für den ÖPUL Herbstantrag 2016. Damit läuft auch die Frist für den Neueinstieg in die Maßnahme „Haltung von seltenen Nutztierrassen“ ab. Danach können Sie bis 2020 keine neuen Fördergelder für Tuxer, Sprinzen und Co. mehr beantragen.

Zehn Cent mehr für Schlachtkälber

Allerheiligen wirft seine Schatten am Schlachtkälbermarkt voraus - die steigende Nachfrage nach Kalbfleisch ließ die Notierung an der Österreichischen Rinderbörse auf 5,85 €/kg steigen. Auch die Jungstierpreise könnten bald nachziehen.

Automatische Brunstbeobachtung beim Rind

Stille Brunst, die erste Besamung bei Kalbinnen und Brunsterkennung im Anbindestall sind Herausforderungen, bei denen Landwirte Unterstützung von automatischen Brunsterkennungssystemen erwarten. Haben Sie Erfahrungen damit? Dann schreiben Sie uns.

Bester Tuxer-Stier in die Schweiz exportiert

Der zweimalige Bundessieger der Tux-Zillertaler JOSI verließ Tirol und wird ab sofort Herr einer Schweizer Mutterkuhherde. Zuvor wurde er noch abgesamt und steht den Züchtern so in der Besamungssaison 2016/2017 zur Verfügung.

Wagyuhof Österreich: Burgerabsatz bestimmt Schlachtzahlen

Drei Studenten haben sich dem Wagyu-Rind verschrieben. Sie züchten, mästen und verarbeiten Wagyurinder im Mostviertel. Neben den Edelteilen ist der Burgerabsatz inzwischen ein wichtiges Standbein geworden. Werden genug Burgerlaibchen vorbestellt, wird geschlachtet.

Deutsche Fleischproduktion erreicht Höchstwert

Die deutsche Fleischproduktion stieg 2016 auf einen neuen Höchstwert. Im ersten Halbjahr wurden knapp 4,1 Mio. Tonnen Fleisch erzeugt. Während der Anteil von Schweinefleisch leicht zurückging, stieg die Produktion von Rind- und Geflügelfleisch.

Der Yak und seine Vielfalt

Yak, Grunzochse, tibetisches Urrind. Wie man ihn auch nennt, ihm ist das egal. Die genügsame Rinderrasse ist über ganz Asien und Mitteleuropa verbreitet. Ob Fleisch, Milch, Hörner, Zähne oder Schweif – Yaks sind vielfältig nutzbar.

Schlachtkuhpreis erreicht Höchststand

Mit einer Notierung von 2,38 Euro/kg erreicht der österreichische Schlachtkuhpreis in der ersten Juliwoche seinen Höchststand. Die weiteren Schlachtrinderpreise sind unverändert.

Mit Almochsen Zukunft sichern

Für viele ist er nicht mehr von der Alm wegzudenken. Der Almochse dient der Landschaftspflege, bringt einen erhöhter Nutzen für den Landwirt und veredelt Grünland zu hochwertigem Fleisch mit Almkräuteraroma. Ein attraktiver zusätzlicher Produktionszweig.

20 Jahre Charolais Bayern

Vor zwanzig Jahren wurde der Verband Chrolais Bayern gegründet. Inzwischen zählen zum Verband rund 100 Mitglieder mit 9.000 Herdbuchkühen.

Internationales Treffen der Bergrinderrassen

Beim jährlichen Treffen der Föderation für Bergrinderrassen wurden die Herausforderungen für die alpinen Rassen beleuchtet. Ein Genetik-Projekt soll dazu künftig beitragen.

Charolais Austria feiert 4. Geburtstag

Mit zwei Betriebsbesichtigungen am Samstag, der anschließenden Generalversammlung und einer Betriebsbesichtigung am Sonntag ging das traditionelle Charolais Austria Treffen in der Steiermark Mitte Mai über die Bühne. Züchter und Charolaisinteressierte folgten der Einladung.

Aktive Sprinzenzüchter

Das erste Halbjahr 2016 war für die 180 Spinzenzuchtbetriebe Österreichs gekennzeichnet von einer Vollversammlung und zwei wichtigen Schauterminen. Doch auch die moderne Zuchtarbeit soll erweitert werden.

Filmtipp Besamungsstation sucht den Superstar

Mit dem Comicfilm Besamungsstation sucht den Superstar wird in etwas mehr als zwei Minuten die Auswahl der besten Stiere im Rahmen der Genomischen Selektion erklärt.

Beste Fleischrinder Österreichs in Maishofen

Auf der 9. Bundesfleischrinderschau wurden am 16. und 17. April 2016 Österreichs schönste Fleischrinder präsentiert. Ein Jurorenduo kürte die Bundessieger unter 16 Rassen.

HCB im Görtschitztal: Entspannung in der Landwirtschaft

Am 19. April 2016 präsentierte die HBLFA Raumberg-Gumpenstein ihren Endbericht zur wissenschaftlichen Begleitung der HCB-Sanierung landwirtschaftlicher Betriebe im Görtschitztal. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die HCB-Werte von Tieren und tierischen Produkten mittlerweile um mehr als eine Zehnerpotenz unter den jeweils gültigen gesetzlichen Grenzwerten liegen.

Zeitsparend Rinder füttern

Einfüttern und Nachschieben gehört zu den täglichen Aufgaben im Rinderbetrieb. Der LANDWIRT stellt zwei einfache Praxislösungen vor, sich beim Füttern Zeit zu sparen.

Rinderversteigerungen attraktiv machen

Im Kärntner St. Donat steht seit August 2015 eine der modernesten Boxenversteigerungsanlagen Österreichs. Hier können Landwirte auch ungestüme Rinder einfach und gefahrlos einzeln versteigern.

Klauenpflegerausbildung an der HBLFA Raumberg Gumpenstein

Seit zwei Jahren gibt es gesetzliche Vorgaben zur Ausbildung von überbetrieblich tätigen Klauenpflegern. Am 9. November 2015 startete in der HBLFA Raumberg-Gumpenstein die erste bundesweite, zentrale Klauenpflegerausbildung in Österreich.

Pinzgauer Rinder am Betrieb Schnitzer

Horst Schnitzer, vlg. Jaklbauer aus Feldkirchen ist Obmann der Pinzgauerzüchter in Kärnten. Sein Betrieb gehört zu jenen, mit den höchsten Deckungsbeiträgen in den letzten Jahren im Arbeitskreis Pinzgauer-Fleisch der Landwirtschaftskammer Kärnten.

Zeit sparen mit Weidehaltung

Mit Weidehaltung und saisonaler Abkalbung lassen sich die Arbeitsstunden im Rinderbetrieb senken. Doch um dabei wirklich Zeit zu sparen, sollten Sie wissen, worauf es ankommt.

Hornlose Hereford- und Charolaiskühe

Im Stall von Anton Hummel tummeln sich Hereford- und Charolaiskühe mit ihren Kälbern. Hornlos versteht sich. Der Allgäuer verkauft jährlich 17 Kälber für Mast und Zucht übers Internet.

Rinderfachtag in Lamerdingen

Am 18. Februar 2016 fand der Rinderfachtag auf dem Gelände der Futtertrocknung Lamerdingen statt. Fruchtbarkeit, Rinderställe, Zeitmanagement und Verbrauchererwartungen standen im Fokus.

Gefährdete Rinderrassen am Mutterkuhbetrieb

Die Kärntner Familie Steindl produziert mit den Rassen Murbodner, Pinzgauer, Pustertaler Sprinzen, Fleckvieh und Charolais, Einsteller sowie Zucht- und Mastvieh für mehrere Vermarktungspartner.

Kälber fangen mit dem Haifischkäfig

Mutterkuhhalter Christian Oberenzer aus Laa an der Thaya erleichtert sich das Einfangen der neugeborenen Kälber mit einem selbstgebauten Fangkäfig, den er mit einem Augenzwinkern „Haifischkäfig“ nennt.

Rinderställe (um)bauen

Laufställe sind auch bei geringen Tierbeständen sinnvoll. Beim Stallbau können vor allem bei kleineren Um- und Zubauten durch Eigenleistung Kosten gespart werden.