Mutterkorn – Extensivierung erhöht Befallsdruck

Der Befall von Nutzgräsern mit Mutterkorn hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Mutterkorn kann auch zu Problemen mit der Tiergesundheit führen.


Der Mutterkornpilz kann Gräser einschließlich aller Getreidearten befallen.
Der Mutterkornpilz kann Gräser einschließlich aller Getreidearten befallen.
Bei Getreide kommt das Mutterkorn besonders beim Fremdbefruchter Roggen, insbesondere bei Hybridroggensorten sowie bei Triticale vor. Der Grund ist, dass der Roggen gegenüber dem Weizen länger offen blüht, wobei Insekten einen wesentlichen Einfluss auf die Verbreitung haben. Nachschosser des Roggens sind aufgrund ihrer langen Blühphasen besonders gefährdet. Kälte und Nässe während der Blühphase begünstigen ebenfalls den Befall.
Prinzipiell gilt: Je länger die Blühdauer, desto stärker die Gefährdung. Optimale Saatstärke, Reihenabstand und Düngung sorgen für ein gleichmäßiges und schnelles Abblühen.
Auch sollten anfällige Sorten nicht zu eng in der Fruchtfolge hintereinander stehen. Bezüglich der Düngung kann die Anwendung von Perl-Kalkstickstoff die Auskeimung der Mutterkörner um 40-50 % reduzieren. Wegen der Wirtspflanzen sollte man auch die Ackerrandstreifen vor der Blüte mähen.

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Aktualisiert am: 08.07.2004 16:01
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