Moosbrugger kritisiert Milch-Vorschläge von Fischer Boel

Der Vorsitzende des Ausschusses für Milchwirtschaft der Landwirtschaftskammer Österreich und Präsident der LK Vorarlberg, Josef Moosbrugger, übte gestern scharfe Kritik an den Vorschlägen der EU- Kommission zur Bekämpfung der Milchkrise. Es seien noch alle Fragen offen, keine Lösungen zur Behebung des Problems gebracht, sondern lediglich taktische Ablenkungen erfolgt.
Für Josef Moosbrugger, dem Vorsitzenden des Ausschusses für Milchwirtschaft der LK- Österreich und Präsident der LK Vorarlberg, bieten die Vorschläge von Fischer Boel keine brauchbaren Lösungen für die Milchbauern.
Für Josef Moosbrugger, dem Vorsitzenden des Ausschusses für Milchwirtschaft der LK- Österreich und Präsident der LK Vorarlberg, bieten die Vorschläge von Fischer Boel keine brauchbaren Lösungen für die Milchbauern.
"Die Vorschläge von EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel zur prekären Situation am Milchmarkt bieten aus Sicht der bäuerlichen Interessenvertretung keine brauchbaren Lösungen zur Behebung der aktuellen Probleme, sondern dienen eher einer taktischen Ablenkung. Mit diesen Vorschlägen können wir unseren Milchbäuerinnen und -bauern keine zufrieden stellenden Antworten für ihre schwierige Einkommenssituation geben. Wir brauchen Maßnahmen zur Absatzbelebung, um in der Folge zu besseren Erzeugerpreisen zu kommen, aber keine Ausstiegsszenarien für unsere Bauernfamilien, die von der Milchwirtschaft leben", übte Josef Moosbrugger, Vorsitzender des Ausschusses für Milchwirtschaft der Landwirtschaftskammer Österreich und Präsident der LK Vorarlberg, Kritik an den Kommissions-Vorschlägen.

Keine positiven Perspektiven für Milchbauern
Dieses Bündel an kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmen biete insgesamt keine positiven Perspektiven für Österreichs Milchbauern, da die wichtigen Forderungspunkte - wie etwa die Verbesserung der Exporterstattung, die Verarbeitungsbeihilfe, eine Weiterführung der Intervention, die Verbesserung der Kennzeichnung oder die Sicherung einer flächendeckenden Landwirtschaft statt einer Ausstiegsförderung - aus Sicht der LK Österreich noch offen seien. "So wichtig und unumgänglich die Einlagerungsmaßnahmen sind, so sehr fehlen uns konkrete Schritte zur spürbaren Steigerung des Absatzes von Milchprodukten, denn diese Mengen müssen konsumiert und nicht bloß eingelagert werden. Außerdem verlangen wir eine klare Kennzeichnung von Analogprodukten und Anreizmaßnahmen für die vermehrte Verwendung von Milchprodukten in der Lebensmittelindustrie", unterstrich der LK-Milchsprecher. Die Kommission dürfe sich nicht aus der Verantwortung stehlen und die Arbeit den Mitgliedstaaten überlassen, die selbst nicht viel tun könnten beziehungsweise dürften. Die grundlegend entscheidenden Maßnahmen, wie Eingriffe in die Quote als Mengensteuerungssystem, würden nämlich auf europäischer Ebene festgelegt. "Auch Vorgaben zur Senkung der Milchanlieferung müssen EU-weit diskutiert und können nicht den Mitgliedstaaten alleine überlassen werden", erklärte Moosbrugger. (OTS)



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Aktualisiert am: 22.09.2009 16:54
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