Moorochsen pflegen größtes Niedermoor des Pannonischen Raumes

Zwischen den südburgenländischen Gemeinden Heugraben, Eisenhüttl und Rohr wurden vor sechs Jahren Moorochsen für die Pflege von zirka 100 ha Randzonen des Naturschutzgebietes "Auwiesen Zickenbachtal" eingesetzt.
Die Genussregion bietet neben dem Moorochsen auch ein umfangreiches Besichtigungsprogramm rund um das Naturschutzgebiet.
Die Genussregion bietet neben dem Moorochsen auch ein umfangreiches Besichtigungsprogramm rund um das Naturschutzgebiet.
"Die mitwirkenden Bauern, die Berater der Landwirtschaftskammer sowie des Vereins BERTA können mit der bisherigen Entwicklung sehr zufrieden sein. Das Projekt hat alle Erwartungen erfüllt", zieht LK-Präsident Franz Stefan Hautzinger anlässlich der gestrigen "Zickentaler Moorochsen-Gala" positive Zwischenbilanz. Die Genussregion bringe dem Landessüden mehrfachen Nutzen - ein Zusatzeinkommen für die beteiligten Voll- und Nebenerwerbsbauern, einen wirkungsvollen Naturschutz und eine kostengünstige Landschaftspflege. Außerdem seien die Tiere eine Bereicherung für das touristische Angebot.

150 Moorochsen der Rassen Galloway und Angus
Die mittlerweile 150 "Moorochsen" - Rinder der Rassen Galloway und Angus - tragen entscheidend dazu bei, dass das größte Niedermoor des Pannonischen Raumes erhalten wird. Die Tiere wachsen ab ihrem 4. bis 6. Lebensmonat auf den ungedüngten Weiden auf. Sie verbringen Sommer wie Winter im Freien und fressen ausschließlich saftiges Gras und Heu. Die langsame Reifung sichert ein feinfaseriges Fleisch. Kräuter und seltene Pflanzen verfeinern den Geschmack und durch die zarte, rein weiße Fettmarmorierung wird der Braten besonders saftig. Die Genussregion bietet neben dem Moorochsen auch ein umfangreiches Besichtigungsprogramm rund um das Naturschutzgebiet. Mit ausgebildeten Moorbegleitern kann das Moor erkundet werden.


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Aktualisiert am: 26.10.2010 11:06
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