Molkereigenossenschaft FrieslandCampina schließt sechs Werke

Die niederländische Molkereigenossenschaft Royal FrieslandCampina gab bekannt, dass sie sechs Produktionsstandorte in Belgien, Deutschland und den Niederlanden stilllegen wird.
Nach der Fusion von Friesland Foods und Campina will das neue Unternehmen FrieslandCampina eine neue Produktionsstruktur.
Nach der Fusion von Friesland Foods und Campina will das neue Unternehmen FrieslandCampina eine neue Produktionsstruktur.
Die Neuordnung der Produktionsstruktur bedeutet den Verlust von 942 Arbeitsplätzen an den betroffenen Standorten. Da andernorts 318 neue Jobs entstehen sollen, gehen netto 624 Arbeitsplätze verloren. Zur Höhe der Kostenersparnis äußerte sich der größte holländische Milchverarbeiter nicht.

Fusion von Friesland Foods und Campina
FrieslandCampina war Ende 2008 aus der Fusion der Genossenschaften Royal Friesland Foods und Campina hervorgegangen. Mit der Restrukturierung sollen Überkapazitäten abgebaut werden, die durch den Zusammenschluss entstanden. In Ostdeutschland wird das Werk Elsterwerda im Land Brandenburg Mitte 2011 geschlossen. Die Produktion von Joghurt und Dessert wird auf die Werke Gütersloh, Heilbronn und Köln verlagert. Auch das nahe der deutsch-niederländischen Grenze gelegene Werk Kalkar soll Mitte 2011 geschlossen werden. Die dortige Herstellung von H-Milch, Dessert und Joghurt übernehmen Werke in Köln, Belgien und Ungarn.

Schließungen im Jahr 2011
In den Niederlanden legt FrieslandCampina die Käseverpackungen in Drachten und Tilburg Ende kommenden Jahres still. Die Käseproduktion und -veredlung in Tilburg soll im ersten Quartal 2011 eingestellt werden. Im zweiten Quartal 2011 kommt das Aus für die Käserei in Dronrijp. In Leeuwarden wird die Verpackung von Kondensmilch ebenfalls im zweiten Quartal 2011 beendet. In Belgien wird die Niederlassung Klerken Mitte 2011 geschlossen, während die Aktivitäten in Aalter ausgeweitet werden. (aiz)


Aktualisiert am: 13.12.2009 13:49
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