Molkereien senken die Erzeugerpreise

Die größten Molkereien Österreichs senken die Auszahlungspreise um bis zu 2,9 Cent netto. Die NÖM hatte den Milchpreis bereits im Mai gesenkt. Berglandmilch und die Gmundner Milch ziehen nun nach.
Als Grund für den Preisrückgang werden die hohe Milchanlieferung und Preisrückgänge bei Butter und Haltbarmilch genannt.
Als Grund für den Preisrückgang werden die hohe Milchanlieferung und Preisrückgänge bei Butter und Haltbarmilch genannt.
Das größte heimische Molkereiunternehmen, die Berglandmilch mit Sitz in Wels, senkt ab Anfang Juni 2012 den Erzeugermilchpreis um 2,9 Cent je kg netto beziehungsweise 3,25 Cent brutto. Der Auszahlungsbetrag verringert sich somit für eine Milch mit 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß auf 30,27 Cent netto je kg (ohne Landesförderung) oder 33,90 Cent brutto. Inklusive Landes-Qualitätszuschlag liegt der Auszahlungsbetrag etwa in Oberösterreich bei 34,40 Cent brutto. Dies hat der Berglandmilch-Vorstand in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Begründet wird die Preissenkung mit der internationalen Marktsituation, die sowohl welt- als auch europaweit von deutlichen Anlieferungssteigerungen gekennzeichnet ist. Auch bei der Berglandmilch hat sich im Vergleich zu 2011 die durchschnittliche wöchentliche Rohmilchanlieferung um etwa 40 Tankzüge zu je 25.000 Liter erhöht. "In den vergangenen Wochen mussten wir zudem starke internationale Preisrückgänge bei Butter und Haltbarmilch zur Kenntnis nehmen, die sich auf das heimische Preisniveau entsprechend auswirken ", teilt der Vorstand im Lieferantenschreiben mit. Bei einer Veränderung der Anlieferungssituation werde man den Rohmilchpreis wieder umgehend anpassen, wird betont.

Preissenkung auch bei Gmundner und NÖM
Dem Vernehmen nach reduziert auch die Gmundner Milch, der drittgrößte heimische Milchverarbeiter, den Erzeugerpreis ab Juni. Die Rede ist von einer Absenkung um 2,5 Cent brutto je kg. Das würde - unter Berücksichtigung des seit Mai geltenden Saisonabschlages von 0,5 Cent - einen Bruttoauszahlungsbetrag von 35 Cent ergeben. Die niederösterreichische NÖM (Platz 2 im Molkerei-Ranking) hat bereits im Mai den Erzeugerpreis um 1,5 Cent netto verringert und wird den Angaben zufolge im Juni keine weitere Absenkung vornehmen. AIZ


Aktualisiert am: 01.06.2012 14:37
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