Molkereien: Beste Gewähr für Zukunft der Milchbauern

„Nichts als ein schlechter Scherz ist der von der IG-Milch veröffentlichte Milchpreisvergleich, bei dem die Preise der Freien Milch Austria (FMA) über denen der österreichischen Molkereien liegen sollen“, sagt Mag. DI Johann Költringer, Geschäftsführer der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter (VÖM).
Die VÖM kritisiert den von der Fairen Milch Österreich veröffentlichten Milchpreisvergleich scharf. (v.l.: Helmut Petschar, DI Johann Költringer)
Die VÖM kritisiert den von der Fairen Milch Österreich veröffentlichten Milchpreisvergleich scharf. (v.l.: Helmut Petschar, DI Johann Költringer)
Zunächst bliebe zu hinterfragen, ob die Zahlen betreffend der Milchpreise der FMA überhaupt stimmen, schließlich seien es die Herrschaften der FMA, die stets für hohe Preistransparenz eintreten und immer wieder Milchpreisvergleiche vornehmen würden, mit Informationen über die eigenen Preise sehr sparsam, so die VÖM weiter. Aber – selbst wenn die Zahlen für die FMA stimmen sollten – so würden die Preise für die übrigen Molkereien nicht mit dem übereinstimmen, was die Bauern wirklich erhalten würden. Es würden hier Abschläge berechnet, die lediglich auf Schätzungen beruhen. Wie sonst wäre es zu erklären, dass der von der AMA veröffentlichte durchschnittlich ausbezahlte Milchpreis für konventionelle Milch bei gleichen Inhaltsstoffen mit 31,619 Cent/kg deutlich über dem FMA-Preis liegt.

Molkereien - Partner der österreichischen Milchbauern
Laut VÖM seien die österreichischen Molkereien der beste Garant für die österreichischen Bauern, dass auch nach der Abschaffung der Milchquote 2015 ihre Milch bestmöglich verarbeitet und verwertet wird. Nur durch die hohen Qualitätsstandards und durch eine enge Kooperation zwischen den Milchbauern und Molkereien würden fertig veredelte, hochwertige Produkte, die den höchsten Standards entsprechen, produziert werden können. „Schließlich sind die meisten der österreichischen Molkereien Genossenschaften und damit im Eigentum der Bauern selbst. Ein Auseinanderdividieren dieses Erfolgskonzeptes, wie dies von der IG-Milch immer wieder gefordert wird, würde den österreichischen Milchbauern beträchtlichen Schaden zufügen und kann lediglich als verzweifelter Versuch der IG-Milch gewertet werden, über die mangelnden eigenen Erfolge hinwegtäuschen“, bekräftigt VÖM-Geschäftsführer Mag. DI Költringer. (VÖM)

Autor:
Aktualisiert am: 01.06.2011 09:51
Landwirt.com Händler Landwirt.com User