Get it on Google Play

Modulstall für Bio-Schweine

Nach der Welser Abferkelbucht als Kaltstall hat Dr. Werner Hagmüller nun auch einen Warmstall entwickelt. Der Stall werde schlüsselfertig netto etwa 8.500 Euro pro Abferkelbucht kosten, so Hagmüller im Interview.
Dr. Werner Hagmüller leitet den Standort Wels/Thalheim des Instituts für Biologische Landwirtschaft und Biodiversität der Nutztiere.
Dr. Werner Hagmüller leitet den Standort Wels/Thalheim des Instituts für Biologische Landwirtschaft und Biodiversität der Nutztiere.
Herr Hagmüller, was war der Anstoß für diesen Stall?

Ausschlaggebend war das Problem, dass es in vielen Abferkelstallungen im Winter sehr kalt wird. Sie lassen sich schlecht heizen, weil sich die Auslauftür öffnet und oft auch offen bleibt, Außerdem haben Bauern immer wieder von einer schlechteren Ferkelvitalität im Winter gesprochen.

Wie lässt sich dieses Problem lösen?

Je kleiner der umbaute Raum ist, desto eher schaffe ich auch im Winter ausreichend hohe Temperaturen. Man hat damit zwar wenig Luftvolumen, was aber bei Bio kaum eine Rolle spielt, weil durch die Auslauftür ständig die Luft ausgewechselt wird und die Besatzdichte mit 7,5 m² pro Tier gering ist.

Wie kalt wird es in der Bucht werden?

Beheizt wird ausschließlich das Ferkelnest. In der Bucht selbst erwarte ich selbst bei niedrigen Wintertemperaturen nie unter zwölf Grad.

Wie hoch sind die Kosten?

Wir sind auf Baukosten von 8.500 Euro netto pro Abferkelbucht gekommen. Damit sind wir mit diesem Modulstall nicht teurer als herkömmliche Ställe und haben den Vorteil einer fixfertig vergebenen Baustelle, die noch dazu extrem rasch abläuft.

In welcher Zeit lässt sich der Stall bauen?

Wir haben von der ersten Baggerarbeit bis zum Einstallen der Sauen genau sechs Wochen gebraucht. Da alle Arbeiten von Firmen übernommen werden, lässt sich das ganz gut planen.

Lese Sie das gesamte Interview sowie einen ausführlichen Bildbericht dazu in der Ausgabe November 2016 von LANDWIRT Bio.

Bestellen Sie hier kostenlos und unverbindlich Ihr Probeheft

Aktualisiert am: 03.11.2016 14:24
Weitere Artikel zu Bio

Landschaftspflege ohne Bauern kostet Millionen

Die Bauern beleben das Land und pflegen die Landschaft. Ohne sie würden die Gäste ausbleiben und der Erhalt der Kulturlandschaft durch andere Unternehmen wäre unbezahlbar.

Mit Wollschweinen Geld verdienen

20 Euro pro Kilo Fleisch und 150 Euro pro Ferkel – das zahlen die Kunden von Reinhold Gruber. Einen Hofladen braucht der Wollschwein-Züchter nicht, verkauft wird im Internet.

BaySL: Das Förderprogramm für kleine Betriebe

Das bayerische Sonderprogramm Landwirtschaft fördert vor allem kleine Betriebe, die von Anbindehaltung auf einen Laufstall umstellen möchten.

Neue GAP soll Rinderhalter stärker berücksichtigen

Am 1. April 2017 diskutierten 250 Kärntner Landwirte die Herausforderungen der Rinderhaltung. LK-Generalsekretär Josef Plank machte ihnen Mut: die neue GAP werde Tierhalter besserstellen.

Aktion: Landkalender für nur 9,95 Euro

Der Landkalender 2017 ist DER Kalender für die bäuerliche Familie. Mit Kalendarium, spannenden Geschichten aus der Landwirtschaft, Mondkalender, Rezepten und vielem mehr! Sichern Sie sich den Landkalender 2017 jetzt zum halben Preis für nur 9,95 Euro.

Landkalender 2017: Wissenswertes zu Ostern

Jedes Jahr feiern wir Ostern und genießen die Tage im Kreis der Familie. Dass es das höchste Fest im christlichen Kalender ist, wissen wir. Aber was hat der Osterhase damit zu tun? Und warum bringt er Eier? Das und mehr lesen Sie im Landkalender 2017.

Grünland erneuern: Wann ist der beste Zeitpunkt?

Wir haben es geschafft, mehr Energie und Nährstoffe von der Wiese an den Futtertisch zu bekommen. Doch das hat Folgen: Wertvolle Futtergräser können sich nicht mehr verjüngen und bleiben aus. So finden Sie den richtigen Zeitpunkt für die Nachsaat.
Mehr

Bio-Jugendumfrage: mitmachen und gewinnen

Was erwarten und wünschen sich Jugendliche von Bio? Eine Befragung im Rahmen einer Diplomarbeit soll Aufschluss geben. Teilnehmende Jugendliche können Einkaufsgutscheine gewinnen.

Tipps für Weidezäune

Bevor die Weidesaison beginnt, ist es an der Zeit die Zäune und Technik zu überprüfen. Wir geben Ihnen Tipps für Elektrozäune.

EU-Bio-Verordnung: "Was der Kommissar gesagt hat, ist Unsinn."

Am 22. März 2017 gehen die Trilog-Verhandlungen um die Bio-Verordnung in die nächste Runde. Für das EU-Parlament verhandelt der Deutsche Martin Häusling von den Grünen. Auf EU-Kommissar Phil Hogan ist Häusling nicht gut zu sprechen.

EU-Bio-Verordnung: Der letzte Anlauf

Seit mehr als einem Jahr wird über die neue EU-Bio-Verordnung verhandelt. Die Positionen sind verhärtet – spätestens seit Agrarkommissar Phil Hogan von Pestizidcocktails in Bio-Produkten sprach. Trotzdem will man sich noch einmal treffen.

Weidetriebwege - das müssen Sie beachten

Seit 2009 besteht am Bio-Institut der HBLFA Raumberg-Gumpenstein ein Triebwegschaugarten mit unterschiedlichen Ausführungen. Die 30-köpfige Versuchsherde testet deren Eignung für die tägliche Verwendung. Daraus lassen sich Empfehlungen ableiten, wie Weidetriebwege richtig angelegt werden.

Milchproduktion: Wie hoch sind meine Futterkosten?

Laut Rinderreport 2015 der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein liegen die Futterkosten durchschnittlich bei 23,7 Cent/kg Milch. Die Schwankung zwischen besseren und schlechteren Betrieben beträgt über 6 Cent/kg Milch! Wo gehören Sie dazu? Berechnen Sie bis Ende April ihre Futterkosten gratis.

Bayern: Immer mehr Öko-Betriebe

1.000 bayerische Landwirte haben sich im vergangenen Jahr dazu entschlossen, ihren Betrieb biologisch zu bewirtschaften. Vor allem Milchvieh- und Ackerbaubetriebe stellten um.

Melkroboter und Weide

Dass sich Melkroboter und Weide vertragen, beweisen drei bayerische Betriebe.

Neues über Silage und Milchmarkt

Neues über Grünland und Rind erfahren Sie auf der Wintertagung in Aigen im Ennstal am 2. und 3. Feber 2017. Die Milchproduktion und der Milchmarkt stehen thematisch an oberster Stelle. Aktuelle Informationen dazu aus Österreich, Europa und vom Weltmarkt erwarten Sie.

BÖLW: Bio ist die Zukunft

Bio als Alternative zur konventionellen Landwirtschaft. Geht es nach dem Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) ist der biologische Landbau die Zukunft der Land- und Ernährungswirtschaft.

Allgäu: Bauern gründen Milchliefergemeinschaft

Um Preise mit der Molkerei verhandeln zu können, haben sich Landwirte aus dem Allgäu zu einer Liefergemeinschaft zusammengeschlossen.

Bioschweine-Markt: Der Kampf ums halbe Schwein

Im Jahr 2016 ist die Nachfrage nach Bio-Schweinefleisch deutlich gestiegen. Kommt 2017 wieder die Talfahrt? Darüber haben Experten am Schweinefachtag des Aktionsbündnis’ Bioschweinehalter Deutschland diskutiert.

Milchpreisindex um 47 % gestiegen

Die internationalen Preise für Milchbasisprodukte legten 2016 deutlich zu. Der GlobalDairyTrade-Index stieg im vierten Quartal 2016 um 18 % und im gesamten Jahr um 47 % gegenüber 2015. Dennoch sehen Analysten aktuell eine Abschwächung, denn in der letzten Auktion gab der GDT um 0,5 % nach.

Bio-Ausbildung in Österreich

Kann man bio lernen? Man kann! Wir stellen Ihnen die verschiedenen Ausbildungswege vor.

Öko-Ausbildung in Deutschland

Öko-Landbau ist lange kein Randthema mehr. Inzwischen gibt es zahlreiche Seminare und Fortbildungen, in denen Landwirte lernen, wie Öko-Landbau funktioniert.

BI-SAFE Vollwaschmittel im Test

Herkömmliche Waschmittel verwenden Tenside und Enzyme um Flecken zu entfernen. Das Vollwaschmittel BI-SAFE besteht aus probiotischen Bakterien. Wir haben es getestet.

Den Wert der Milch wieder schätzen lernen

Die Niederösterreicherin Bernadette Waldherr beschäftigt sich mit den Werthaltungen bäuerlichen Wirtschaftens. Sie bedauert, dass in der Diskussion der derzeitigen Milchwirtschaft der Wert der Milch gar nicht mehr vorkommt. Die kostbare Milch wurde zur Massenware. Der LANDWIRT fragt nach.

Komplette Schweine direkt vermarktet

Bei nahgenuss, einer neuen Vermarktungsplattform, werden ganze Schweine im Voraus verkauft. Für den Direktvermarkter bedeutet das: selbstbestimmte Preise, gesicherter Absatz und Wertschätzung der Kunden.

Bedeutung von Bio legt stetig zu

Bio ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen, immer mehr Betriebe stellen auf biologische Bewirtschaftung um. Das große Interesse an Bio zeigte sich auch bei der Messe Bio Österreich.

Erweiterter Webshop für Bio-Lebensmittel online

Der neue Bio Austria Webshop wurde von Grund auf überarbeitet und eine Kooperation mit myProduct.at geschlossen. Das Angebot ist breiter und benutzerfreundlicher.

Low Input für Grünland und Rind

Das Generalthema der österreichischen Biofachtagung 2016 drehte sich um die grünlandbasierte Rinderhaltung und Milchproduktion. Es zeigte sich, dass steigender Kraftfuttereinsatz je Kilogramm Milch die Lebensmitteleffizienz senkt.