Mitsubishi Pajero im Testeinsatz

Bei unserem letzten Pajero-Test schrieben wir sinngemäß: „Wer braucht schon all den Luxus - her mit einem wirklich günstigen Einsteiger-Modell!“ Als hätte man unseren Ruf im fernen japanischen Gifu erhört, steht heute der Gelände-Klassiker in der Basic-Ausstattung vor unserer Tür. 24.000.- Euro günstiger als das Topmodell!
Mitsubishi Pajero im Wintertest
Mitsubishi Pajero im Wintertest
Seit nunmehr 28 Jahren hält Mitsubishi an den Designmerkmalen des Klassikers fest. Nur insgesamt vier mal wurde er geliftet und steht heute kantiger, wuchtiger und eindrucksvoller denn je da. Ein erster Rundumblick; Was fehlt am Basis-Allradler wirklich?
Gut, er steht auf Stahlfelgen, kein Trittbrett, keine Nebelscheinwerfer, einige Anbauteile sind nicht lackiert. Also schauen wir hinein.

Beim Pajero fehlt ja gar nichts!

Der Innenraum ist durchaus üppig ausgestattet, Klimaautomatik, ein umfangreicher Bordcomputer. Die Radio-/CD-Kombination spielt über sechs Lautsprecher, die Außenspiegel lassen sich elektrisch einklappen und verstellen, die Fenster heben und senken sich elektrisch. Der Fahrersitz ist höhenverstellbar und bietet den gewohnt guten Überblick. Von der 60:40 teilbaren Rückbank kommen gleichfalls keine Klagen. Klar, dass bei diesem Preis trotzdem irgendwo gespart werden musste. Die verwendeten Materialien sind schnörkelloser, schlichter, grauer Kunststoff. Das kann auch positiv gesehen werden; Hier lässt es sich gut abwischen, auch mal nass, wenn der Matsch zu tief war. Was uns allerdings wirklich fehlt, sind Kopf- und Seitenairbag.

Perfekt im Gelände zeigt sich der Mitsubishi Pajero
Perfekt im Gelände zeigt sich der Mitsubishi Pajero
Auch dieser Pajero zeigt uneingeschränkte Alltagstauglichkeit mit hohem Komfort und guten Fahrleistungen dazu. Kurvige Straßen passen zum straff abgestimmten Fahrwerk. Der kräftige 3,2 Liter Vierzylinder ist stets dominierend, sei es vom handfesten Drehmoment her, oder dem allgegenwärtigen, kernigen, aber nicht störenden Dieselsound. Seine 200 PS passen genau zu einem 2,3 Tonnen schweren Geländewagen. Damit ist man bei Anhängerbetrieb, als auch im schweren Gelände gut gerüstet. Sparsamkeit ist nicht des Motors Stärke, 10 Liter im Mittel nimmt er regelmäßig.

Seine Kür läuft er im Gelände.

Mit „SuperSelect“ einem zweiten Wählhebel auf der Mittelkonsole offeriert der Pajero modernste, ausgeklügelte Allradtechnik. Von reinem Heckantrieb bis zur Geländeuntersetzung kann gewählt werden. Bei aktivierter Untersetzung wird die Stabilitätskontrolle ausgeblendet, dann bleibt mangels einer Hecksperre, alleine die Traktionskontrolle, wenn es wirklich heikel wird. Die allerdings braucht reichlich Radschlupf, um zu reagieren. Auf Schnee ist dies gar vorteilhaft, weil die Räder kräftig wühlen können, wie unsere Fotos zeigen. Das Basis-Modell kostet 37.800.- Euro und bietet sich damit für eine große Käufergruppe an: Allrad-Einsteiger, Jäger, Fernreisende oder Gewebetreibende bekommen zum Preis eines SUV einen waschechten Geländewagen, dem es an nichts fehlt.


Aktualisiert am: 26.04.2011 06:05
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