Mitgliedertreffen der FIH Fleischrinderzüchter

Am 4. Mai fand das diesjährige Züchtertreffen aller FIH-Fleischrinderzüchter an der OÖ Besamungsstation in Hohenzell statt. Obmann Johann Harsch konnte über 40 Züchter sowie Geschäftsführer Dr. Josef Miesenberger und den tierärztlichen Leiter, Mag. Franz Viehböck begrüßen.
Die FIH Fleischrinderzüchter bei ihrem Mitgliedertreffen (Foto: Schachinger).
Die FIH Fleischrinderzüchter bei ihrem Mitgliedertreffen (Foto: Schachinger).
Obmann Harsch verwies in seinen Ausführungen auf die Veranstaltungen der vergangenen zwei Jahre. Hervorgehoben wurde dabei die Bundesschau der Hochlandrinderzüchter im Herbst 2011. Die Schau fand im Rahmen der Rieder Messe statt und wurde von der ARGE Hochlandrind bestens organisiert. Besonders erfreulich waren die Erfolge der FIH Züchter bei dieser Schau. Aber auch die Präsentation von Tieren bei den Messen in Wels und in Ried, bzw. beim Fest der Kuh gab für den Konsumenten immer ein buntes Bild. Sehr herzlich be-dankte sich der Obmann für die erfolgreiche Teilnahme an den Ausstellungen in Niederöster-reich und Kärnten. Angesprochen wurde auch die Zukunft der Mutterkuhhalter. Zum Thema GAP verwies Obmann Harsch auf noch anstehende Gespräche und Verhandlungen. Hier ist das Ziel die Abfederung der geplanten Reform. Eine Qualitätsprämie für Mutterkühe wird angestrebt.

Betriebsführung am Charolaiszuchtbetrieb Schachinger (Foto: Schachinger).
Betriebsführung am Charolaiszuchtbetrieb Schachinger (Foto: Schachinger).
Strenge Selektion hat Zukunft
Der von Max Fruhstorfer vorgetragene Jahresbericht 2012 enthielt Informationen über die Entwicklung des Züchter- und Herdebuchkuhbestandes. Weiters wurden die Kör- und Ver-marktungszahlen vorgestellt. Die verschiedenen Veranstaltungen und Teilnahmen an Schauen wurden mit Fotos in einer Power Point Präsentation in Erinnerung gerufen. Dr. Miesenberger stellte die Besamungsstation vor und verwies in seinen Ausführungen unter anderem auf die Problematik mit dem Schmallenberg Virus. Es gibt derzeit Restriktionen bei der Vermarktung von Kalbinnen in mehrere Drittländer. Dies hat zwar keine direkte Auswirkung auf die Fleis-chrinderzüchter, indirekt sind aber alle Rinderhalter betroffen. Bei der anschließenden Stier-vorführung wurden Stiere von sechs verschiedenen Rassen durch Dr. Miesenberger und Max Fruhstorfer besprochen.

Betriebsbesichtigung
Am Nachmittag stand eine Führung am Charolaiszuchtbetrieb Schachinger am Programm. Seit über 25 Jahren werden am Hansbauernhof Charolais gezüchtet. Derzeit stehen am Betrieb ca. 115 Tiere. Die 72 ha, welche alle arrondiert liegen, werden biologisch bewirtschaftet. Familie Schachinger setzt stark auf genetisch hornlose Tiere. Über 60% der Herde ist mittlerweile schon genetisch hornlos. Die Jungstiere werden aufgezogen und mit etwa 15 Monate vorwiegend auf Gebrauchskreuzungsbetriebe in OÖ, Salzburg und Kärnten verkauft. Die weiblichen Tiere werden entweder trächtig verkauft oder selber nachgestellt. Tiere, welche sich nicht zur Zucht eignen werden im hofeigenen Schlachtraum direktvermarktet. Besonderes Interesse weckte der 2010 neu erbaute Stall, welcher in Rundholzbauweise aufgestellt wurde- einfach, preiswert und effektiv. Im Sommer während der Weidezeit werden die Gatter einer Stallhälfte ausgebaut und der dadurch gewonnene Raum wird als Abstellplatz für Drescher und Erntewagen verwendet. Wichtig ist auch die Werbung- Familie Schachinger ist somit auf vielen Schauen erfolgreich vertreten. Das Interesse der Züchter war groß und es entstanden viele Diskussionen, welche auch im Anschluss in gemütlicher Runde besprochen wurden. (Fruhstorfer)


Aktualisiert am: 14.05.2013 15:18
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