Mitgliederbefragung Urlaub am Bauernhof

Der Verband Urlaub am Bauernhof führt gemeinsam mit dem IGF, Institut für Grundlagenforschung, zweimal jährlich eine repräsentative Mitgliederbefragung durch. Die Daten für die Sommersaison 2005 – von Mai bis Ende Oktober – sind soeben erschienen.
Zur Sommersaison 2005 äußerten sich 29 % der Betriebe „sehr zufrieden“ und 52 % „zufrieden“ (auf einer 5-teiligen Skale). Nur 1 % der Mitglieder waren mit der abgelaufenen Wintersaison nicht zufrieden. Die Saison wurde mit der Durchschnittsnote 2,0 (nach Schulnotensystem bewertet). Dieses positive Ergebnis wurde bei einem Preis von € 23,13 pro Person pro Tag für Zimmer mit Frühstück und von € 63,20 für eine Ferienwohnung für 4 Personen erreicht.
Durch den intensiven Arbeitsaufwand wird das Angebot von Vollpension immer weniger. Nur noch 10 % bieten Vollpension an, während noch 32 % der Betriebe Halbpension und 58 % der Betriebe Frühstück anbieten. Bereits 66 % der Betriebe haben auch Ferienwohnungen. Dies entspricht auch dem Trend in der Nachfrage. Ferienwohnungen, welche mehr Bewegungsraum anbieten, werden stärker nachgefragt.

Bei den Werbeausgaben sind die steirischen Urlaub am Bauernhof Betriebe etwas sparsamer als der österreichische Durchschnitt. Jährlich werden in der Steiermark € 950 in die Werbung investiert. Das entspricht etwa € 79 pro Bett/Jahr. In Österreich sind es € 1180.

Das wichtigste Werbemedium, d. h. Quelle für Anfragen, war nach den Stammgästen das UaB-Internet, gefolgt von den UaB-Katalogen, der Eigenwerbung und den Orts- bzw. Regionsprospekten. Jeder UaB-Mitgliedsbetrieb erhält im Schnitt 61 Anfragen und 17 Buchungen über die UaB-Internetplattform, welche bereits 460 Betriebe zu einem günstigen Preis nutzen. 519 Mitgliedsbetriebe verfügen bereits über einen eigenen Internet-Zugang und 61 Betriebe sind online – d. h. auf Knopfdruck – buchbar.

Die Jahresauslastung der Betriebe liegt bei 83 Vollbelegstagen pro Bett/Jahr, davon 62 VBT im Sommer, 47 in der Wintersaison. Im Schnitt werden 36 % des gesamten Betriebseinkommens aus dem Bereich UaB erwirtschaftet. Da auch Gewerbebetriebe dem Verband angehören, liegt die durchschnittliche Bettenanzahl bei 12.

Das familiäre Ambiente auf den Höfen schlägt sich auch im Stammgästeanteil nieder. Dieser beträgt laut Mitgliederbefragung 50 %. Die Gäste bleiben im Schnitt 6,1 Tage auf dem Bauernhof.

Hauptmärkte sind Österreich und Deutschland. Dies deckt sich auch mit der Marketingstrategie des Verbandes. Denn auch hier werden Österreich und Deutschland verstärkt beworben.

Sämtliche Höfe sind nach österreichweiten Kriterien qualitätsgeprüft. Die Landkarte der Blumen sieht folgendermaßen aus: 6 % 2 Blumen, 35 % 3 Blumen, 47 % 4 Blumen und 12 % Almhütten. Die Erfahrungen zeigen, dass das Qualitätsniveau der Betriebe ständig steigt.


Aktualisiert am: 23.01.2006 13:27
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