Mit der Großgruppe erfolgreicher in der Schweinemast?

Trotz der zuletzt guten Wirtschaftsjahre fordert der Wettbewerb in der Schweinemast eine weitere Senkung der Produktionskosten. Als Ansatzpunkt zur Senkung der Gebäudekosten wird in Deutschland derzeit das Mastverfahren in Großgruppen diskutiert.
Großgruppen mit bis zu 50 Mastschweinen verursachen die geringsten Gebäudekosten. Bei großen Beständen gestaltet sich aber oft die Selektierung zur Schlachtung aufwendig
Großgruppen mit bis zu 50 Mastschweinen verursachen die geringsten Gebäudekosten. Bei großen Beständen gestaltet sich aber oft die Selektierung zur Schlachtung aufwendig
Unter dem Begriff „Großgruppe“ wird in diesem Zusammenhang eine Gruppengröße von 200 bis 400 Mastschweine bezeichnet. Dem gegenüber liegen die klassischen Großgruppe mit bis zu 50 Schweinen und die Kleingruppe mit einer Gruppengröße von bis zu 15 Tieren je Bucht.

Fazit
Für die Großgruppe mit Sortiereinrichtung sprechen nicht die Gebäudekosten, diese fallen etwas höher als bei konventionellen Großgruppen aus, aber immer noch niedriger als bei der Kleingruppe. Die Vorteile der Großgruppe liegen allerdings in der Arbeitserleichterung und der genaueren Sortierung der Schlachtschweine. Damit können Sortierverluste und Arbeitszeit eingespart werden. Angesichts des Erfordernisses weiteren Wachstums in der Schweinemast, werden mit diesen Systemen Bestandsgrößen im Familienbetrieb mit 2.000 Plätzen und mehr realisier- und finanzierbar. Sicher ist aber auch, dass sie an die Qualifikation des Betriebsleiters höher Anforderungen stellen als klassische Mastsysteme.

Autor: DI Peter SPANDAU, LK Nordrhein-Westfalen


Aktualisiert am: 13.11.2006 13:40
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