Mit Säuren Getreide und Körnermais konservieren

Konservierungsmittel auf Basis von Propionsäure halten feuchtes Getreide bzw. Mais lange und weitestgehend verlustfrei in hygienisch einwandfreier Qualität.

Durch die chemische Konservierung kann der Erntebeginn witterungsunabhängiger und damit flexibler gestaltet werden.
Durch die chemische Konservierung kann der Erntebeginn witterungsunabhängiger und damit flexibler gestaltet werden.
Vor der Ernte sind die Lagerräume sorgfältig zu säubern und Maßnahmen gegen Schädlingsbefall zu ergreifen. Im Interesse einer reibungslosen Durchführung des Konservierungsverfahrens sollte die gesamte Technik (Schnecken, Förderbänder, Gebläse etc.) auf Funktionstüchtigkeit überprüft werden. Die Leistungsfähigkeit des Dosiergerätes muss den Anforderungen an den beabsichtigten Durchsatz entsprechen, um Unterdosierungen auszuschließen. Insbesondere bei abgepufferten Produkten (NC-Ware) darf auf das Auslitern des Dosiergerätes nicht verzichtet werden. Beim Rückgang der Umgebungstemperatur im Bereich von ca. 5 °C während der Einlagerungsphase ist dies unbedingt regelmäßig zu wiederholen. Besonderes Augenmerk verdienen weiterhin die regelmäßige Bestimmung des Feuchtgehaltes während der Ernte sowie die Prüfung der aufgebrachten Konservierungsmittelmenge je t Material. Dazu sind Kontrollwiegungen unbedingt erforderlich. In der Regel geben alle Konservierungsmittelhersteller Mindestdosierungen für ihre Produkte an. Diese sind um Sicherheitszuschläge für stark verschmutzte Partien, für die Einlagerung bei hohen Umgebungstemperaturen (> 30 °C), für die Behandlung von gemahlenem/gequetschten Erntegut sowie für die Förderung mittels Gebläse zu erhöhen. Im Gegensatz zu reiner Propionsäure muss besonders bei allen abgepufferten Formulierungen die Benetzung aller Körner während der Behandlung sichergestellt werden. Durch deren reduzierte Flüchtigkeit kann von einer Durchdringung des Futterstockes über die Gasphase nicht ausgegangen werden! Genau wie bei reiner Propionsäure ist auch beim Einsatz von abgepufferten Produkten der Kontakt des behandelten Erntegutes mit Betonflächen (Boden-, Seitenflächen) durch Verwendung säureresistenter Folien bzw. durch Auftragen eines säurefesten Anstriches unbedingt zu vermeiden. Gleiches trifft zu für die Einlagerung in anderen korrosionsanfälligen Behältern (Silos), wie zB Eisenblech und verzinktes Blech.

Vorteile der chemischen Konservierung
l sehr hohe Schlagkraft und Flexibilität bei der Ernte
l geringe Kapitalbindung
l weitestgehende Unabhängigkeit von außerbetrieblichen Konservierungsanlagen und steigenden Energiekosten
l witterungsunabhängiger Beginn der Ernte und damit verbundene optimale Maschinenauslastung ohne Stand- und Wartezeiten
l Kombinationmöglichkeiten mit anderen Verfahren, zB erst Trocknen auf 18–20 % Feuchte, dann konservieren.
l Kostenvorteile bei Herstellung hofeigener Mischungen.

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Aktualisiert am: 25.05.2004 14:07
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