Mit Kindern über den Tod sprechen

Das Sterben gehört zum Leben. Auf Fragen der Kinder soll altersgemäß eingegangen werden, ausweichen führt zu Angst und Unsicherheit.

Friedhofsbesuche zeigen, dass man die verstorbenen Angehörigen nicht vergisst.
Friedhofsbesuche zeigen, dass man die verstorbenen Angehörigen nicht vergisst.

Mütter und Väter sollten den Kindern deutlich machen, dass der Tod zum Leben gehört. Es gibt viele Gesprächsanlässe im alltäglichen Leben (zB beim Tod eines Tieres, beim Durchblättern einer Zeitschrift, beim Spielen), die man aufgreifen kann. Wenn der Tod eines nahen Familienmitgliedes bevorsteht, können Kinder behutsam und rechtzeitig darauf vorbereitet werden, indem man ihnen ankündigt, dass zum Beispiel Oma oder Opa alt und schwach ist und bald sterben wird. Es ist eine schlimme Erfahrung für ein Kind, wenn es durch die scheinbare Vorsorge der Erwachsenen ausgeschlossen wird. Denn es spürt die Veränderungen im Verhalten seiner Umgebung, kann sie sich aber nicht erklären. Vor allem dann, wenn ein Mensch gestorben ist, den das Kind gut kannte, sollte man ihm Gelegenheit geben, sich intensiv mit dem Tod und dem Sterben auseinander zu setzen. Die Erwachsenen können viel mit ihm darüber reden und dabei auch die eigene Betroffenheit und Trauer zum Ausdruck bringen. Es ist besser, seine Gefühle zu zeigen, als sich zu sagen, dass man nicht vor dem Kind weinen darf. Wenn man das Kind in die eigene Trauer miteinbezieht, kann man auch gemeinsam mit ihm trauern. Das hilft allen am besten über den ersten Schmerz des Verlustes hinweg.


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Aktualisiert am: 27.10.2003 13:54
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