Mit Braunvieh in die Zukunft

Strategien für eine erfolgreiche Zukunft mit Braunvieh präsentierte der Jungzüchterclub Bruck – Mürzzuschlag und die Rinderzucht Steiermark in der LFS Hafendorf.
Anton Wagner, Obmann der ZAR, Ing. Fritz Stocker, Referent Arbeitskreisberatung Milchproduktion und DI Peter Stückler, GF Rinderzucht Steiermark, ließen in ihren Vorträgen keine Zweifel aufkommen, dass der Weg des Braunvieh in Österreich ein erfolgreicher war und weiterhin sein wird.

Über Zuchterfolge mit seiner eigenen Braunviehherde konnte Anton Wagner berichten und führte den anwesenden Züchter und ihrem Nachwuchs eindrucksvoll vor Augen, was mit der Rasse Braunvieh erreicht werden kann.
Fritz Stocker verglich die Wirtschaftlichkeit des Braunviehs mit anderen Rassen und leitete daraus folgende Strategien für eine kontinuierliche Verbesserung des Braunviehs ab:
- Gebrauchskreuzungsanteil auf unter 15 % senken
- Straffes europäisches Zuchtprogramm
- Gemeinsame Zuchtwertschätzung
- Nur beste Stiere einsetzen (vermehrt beste Stiere mit + 1000 kg Milch)
- Ausrichtung der Zucht auf wirtschaftliche Anforderungen.

Klare Vorgaben für die Zuchtarbeit beim Braunvieh fand auch DI Peter Stückler. Seinen Ausführungen zufolge sollte sich das Österreichische Braunvieh langfristig an der Deutschen Braunviehzucht orientieren und ein Leistungsziel von 7500 – 7800 kg erreichen, um neben den anderen Rassen bestehen zu können.

Die in der abschließenden Diskussion gestellten Fragen wurden von den Vortragenden mit Bravour beantwortet und die Anregungen der Züchter, mit der Zusage sie an die zuständigen Stellen weiterzuleiten, mit nach Hause genommen.

Die Jungzüchter und ihr Betreuer Christian Rechberger stellten mit der Veranstaltung ihr Engagement und Interesse an der Zucht unter Beweis und durften sich über einen bis auf den letzten Platz gefüllten Vortragssaal freuen.


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Aktualisiert am: 05.12.2006 15:32
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