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Mit Bildung gegen die Milchkrise

Trotz sinkender Milchpreise positiv in die Zukunft zu blicken ist schwer. Dennoch sind die 120 Teilnehmer der 43. Viehwirtschaftlichen Fachtagung überzeugt, dass durch fundierte fachliche Weiterbildung und Beratung Optimierungspotenziale am eigenen Betrieb gefunden werden können.
Die Referenten der Viehwirtschaftlichen Fachtagung stehen Milchbauern mit wissenschaftlichem Rat zur Seite: Ing. Reinhard Resch, DI Georg Terler ( beide HBLFA Raumberg-Gumpenstein), DI Gerald Stögmüller (LK Niederösterreich), Dr. Leonhard Gruber (HBLFA Raumberg-Gumpenstein) und Dr. Qedrim Zebeli (Vetmed Uni Wien). Foto: Taferner
Die Referenten der Viehwirtschaftlichen Fachtagung stehen Milchbauern mit wissenschaftlichem Rat zur Seite: Ing. Reinhard Resch, DI Georg Terler ( beide HBLFA Raumberg-Gumpenstein), DI Gerald Stögmüller (LK Niederösterreich), Dr. Leonhard Gruber (HBLFA Raumberg-Gumpenstein) und Dr. Qedrim Zebeli (Vetmed Uni Wien). Foto: Taferner
In seinen Grußworten wies Dr. Johann Gasteiner, Leiter für Forschung un Innovation an der HBLFA Raumberg-Gumpenstein darauf hin, dass auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten durch Bildung ein Wettbewerbsvorteil erreicht werden kann. Einen Beitrag dazu leistet die Viehwirtschaftliche Fachtagung, wo am 16. März und 17. März 2016 neue Forschungsergebnisse aus dem deutschsprachigen Raum zu den Themen Grundfutterqualität, Haltung, Aufzucht und Genetik präsentiert wurden.

Rund ums Füttern

Gerade im Grundfutter liegt noch viel Optimierungspotenzial. Einerseits ist Grundfutter der günstigste Nährstofflieferant für Wiederkäuer, andererseits ermöglicht es durch seine Pufferkapazität hohe Kraftfuttergaben.
Die Grundfutterqualität in Österreich schwankt enorm. Das zeigen Analyseergebnisse der letzen zehn Jahre im Futtermittellabor Rosenau. In seinem Vortrag wies DI Gerald Stögmüller ausdrücklich darauf hin, dass für eine bedarfsgerechte Fütterung die Untersuchung der Grundfuttermittel von großer Bedeutung ist. Neben dem Energie- und Rohproteingehalt schwankt auch der Gehalt an Kalzium enorm. Grasreiche Bestände haben geringere Ca-Gehalte als kräuterreiche.
Ing. Reinhard Resch wies zudem darauf hin, dass es vor allem in hochleistenden Herden wichtig ist, nicht nur den Rohfasergehalt sondern den Gehalt an Lignin (ADL) bestimmen zu lassen. Je höher der Ligningehalt im Grundfutter ist, umso schlechter ist es verdaulich. Daher kann es bei Grundfutter mit hohen Ligningehalten trotz rechnerisch balancierten Rationen eine Unterversorgung der Kühe auftreten. Durch frühe Schnittzeitpunkte kann der Ligninanteil niedrig gehalten werden.

Nur was gefressen wird

Wie viel eine Kuh frisst, war die Forschungsfrage von Unversitätsdozent Dr. Leonhard Gruber. Er zeigte, dass es weltweit unterschiedliche Systeme gibt, um die Futteraufnahme von Kühen zu schätzen. Ein Vergleich der österreichweit in der LK-Beratung (Super RATION) eingesetzten Formel mit tatsächlichen Messwerten zeigt, dass damit eine sehr genaue Vorhersage möglich ist.

Ist die physikalische Beschaffenheit der Ration nicht ausgewogen, kann es trotz richtiger Rationsberechnung zu Acidose kommen. Das ist der Fall, wenn die Faserkomponenten nicht ausreichend gemahlen wurden und deutlich über 2 cm lang sind. Dann werden sie von den Kühen selektiert und nicht gefressen. Damit können sie keinen Beitrag zur Pansengesundheit leisten und das Risiko von Pansenübersäuerung steigt enorm an.

Universitätsprofessor Dr. Qedrim Zebeli erklärte, wie die Schüttelbox als Mittel der Rationsüberwachung genutzt werden kann. Mit dem Aussieben werden die Anteile an strukturwirksamen Bestandteilen erfasst: Partikel über 19 mm, über 8 mm und über 1,8 mm. Die ideale Ration sollte zum Hauptteil aus Partikeln zwischen 2 mm und 2 cm bestehen.

Mehr über die Gewinner und Verlierer der aktuellen Situation am Milchmarkt lesen Sie in LANDWIRT 7/2016.

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Aktualisiert am: 05.04.2016 15:52
News vom Milchmarkt

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Kündigt sich eine Butterkrise an?

Einerseits setzen sich die steigenden Butterpreise fort, sodass sich Verarbeiter schon nach pflanzlichen Alternativen umschauen. Andererseits ist von Butterknappheit die Rede.

Neue Milchsorten etablieren sich in Bayern

Milch ist nicht gleich Milch - das wissen die Landwirte und das schätzen die Konsumenten. Spezialmilchsorten wie Bergbauernmilch oder Heumilch erobern den bayerischen Milchmarkt.
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