Mit 3 Tipps Wasser sparen

Mais braucht für einen ordentlichen Ertrag vor allem eine ausreichende Versorgung mit Wasser. In Zeiten der Wetterextreme ist das aber nicht immer gegeben. Mit ein paar Tipps können Sie jedoch den Wasserverbrauch verringern und den Zeitpunkt des Verbrauchs beeinflussen.
Mais benötigt für gute Erträge ausreichend Wasser. Foto: Böck
Mais benötigt für gute Erträge ausreichend Wasser. Foto: Böck
Ausreichend Wasser ist das um und auf für gute Maiserträge. Ab dem 5-Blatt-Stadium bis zur Blüte nimmt der Wasserbedarf des Maises exponentiell zu. Kommt es noch vor der Blüte zu Wassermangel, so reduziert der Mais potenzielle Ertragsanlagen, wie die Kornzahl je Kolben. Wassermangel in der Blüte – vielleicht auch noch in Kombination mit hohen Temperaturen – führt zu einer schlechteren Befruchtung.

1. Frühe Saat
Erstens können Sie den Anbau so früh als möglich in Angriff nehmen. Wir von der Landwirtschaftskammer
Steiermark stellen fest, dass sich die Anbautermine in Gunstlagen mehr und mehr in Richtung Anfang April verlegen lassen. Hier können selbst die spätreifen Sorten die Blüte Ende Juni bzw. in den ersten Julitagen passieren. Eine frühere Saat bewirkt eine frühere Blüte. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Blüte nicht mit einer Hitzewelle zusammenfällt.

2. Spätreife Sorten
Je spätreifer eine Sorte, desto geringer fällt auch die Saatstärke aus. Eine geringere Pflanzenzahl geht auch mit einem geringeren Wasserverbrauch einher. Diesbezüglich ist es ratsam, auf eine spätreifere Sorte auszuweichen – sofern dies möglich ist. Späte Sorten kompensieren die geringe Pflanzenanzahl durch ein höheres Korngewicht je Pflanze. Doch Achtung: Je geringer die Saatstärke, desto wichtiger wird die präzise Ablage der Körner in der Reihe und in der Tiefe. Bei Pflanzenzahlen unter 60.000/ha drohen Ertragseinbußen.

3. Sorgfältige Bodenbearbeitung
Um Bodenwasser zu sparen, sollten Sie im Frühjahr die unnötigen Lockerungen ohne Rückverfestigung vermeiden. Grundsätzlich sollten Sie auch Verdichtungen unter der Pflugsohle sanieren. Diese Maßnahme ist jedoch eher in die trockene Zeit im Sommer zu verlegen. Allzu tiefe Lockerungen unter der Pflugsohle in einer Tiefe von mehr als 35 cm sind im Frühjahr kontraproduktiv. Etwas anders sieht die Situation auf schweren schluffig-tonigen Böden aus. Dort droht Luftmangel, wenn der Boden nicht gelockert wird. Schlagend wird dieses Problem mehr und mehr nach milden Wintern ohne Frostgare. Wer Bodenwasser sparen möchte, setzt hier auf eine Unterfußdüngung mit Diammonphosphat, damit die Wurzel schnell in die noch einigermaßen lockere Tiefe gelangt.

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Aktualisiert am: 07.03.2018 09:40