Mistabgabe über Stromleitung

Steigende Umweltauflagen in Verbindung mit sinkenden Einkommensmöglichkeiten bedeuteten für Herbert Reisenbauer, dass der Betrieb ein zweites finanzielles Standbein braucht. Mit Biogas löst er das Problem.
Die Biogasanlage fügt sich gut in die Landschaft ein: unten im Haus arbeitet der Generator, oben im Dach ist der Gasballon mit 92 m² Gasvolumen.
Die Biogasanlage fügt sich gut in die Landschaft ein: unten im Haus arbeitet der Generator, oben im Dach ist der Gasballon mit 92 m² Gasvolumen.
„Am Anfang war meine Frau Susanne nicht so begeistert“, erinnert sich Herbert Reisenbauer. Im März 2004 nahmen sie gemeinsam an einer Biogas-Exkursion in Vorarlberg teil, und kamen zur Überzeugung: Das können/machen wir auch! Und so kam es auch. Bereits ein halbes Jahr später, im August 2004, war Baubeginn für die eigene Anlage mit einer Leistung von 100 kW.

Die Gemeinde stand dem Bauvorhaben sehr positiv gegenüber, immerhin ist Krumbach Klimabündnisgemeinde.

Ein paar technische Daten zur Anlage: Fermenter und Güllelager sind jeweils 6 m hoch, der Durchmesser liegt bei 14 m (Fermenter) bzw. 16 m (Güllelager). Weiters gehört zur Anlage ein Wasserspeicher, in dem Sickerwasser von der Silage, Dachabwässer und das Abwasser von der Stallreinigung gesammelt werden. Pro Tag kommen davon 4000 l in den Fermenter – der Hühnermist ist sehr trocken, die Bakterien brauchen etwas Wasser für die volle Leistungsfähigkeit.

Autor: Dr. Rudolf Hönle, Graz


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Aktualisiert am: 22.09.2005 14:11
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