Miscanthus-Anbau optimieren

Nach der ersten größeren Flächenausweitung 2006 ist für Miscanthus im kommenden Frühjahr ein weiterer Anbauboom zu erwarten. So problemlos in den Ertragsjahren diese Kultur geführt werden kann, so sorgfältig ist im Pflanzjahr mit Miscanthus umzugehen.
Ausreichende Länge, zahlreiche Augen und frisches Gewebe kennzeichnen die Qualität der Rhizome.
Ausreichende Länge, zahlreiche Augen und frisches Gewebe kennzeichnen die Qualität der Rhizome.
Für die erfolgreiche Etablierung eines Bestandes ist neben der Bodenbonität besonders auch das Pflanzgut maßgebend. Zielsetzungen für Qualitätsrhizome sind:

· festes, frisches Gewebe mit hellen Anschnittflächen
· ausreichende Länge (6 bis 13 cm) mit fünf gut ausgebildeten Augen
· möglichst glatte Schnittflächen

Die Länge des Rhizoms ist insofern wichtig, als hieraus die Nährstoffe für die Bildung der ersten Triebe zur Verfügung gestellt werden. Zu kurze Rhizome, auch wenn sie genügend Augen haben, bilden keine oder oft nur schwache Triebe. Die feinen Wurzeln zur eigenständigen Nährstoffversorgung werden erst relativ spät ausgebildet.

Das optimale Bestandesalter für die Rhizomgewinnung liegt zwischen dem 4. und dem 7. Jahr. Erfahrungsgemäß haben die hiervon gewonnenen Rhizome die größte Vitalität und der Anteil an abgestorbenen Rhizomen ist noch gering. Wie oft bzw. in welchen Jahresabständen ein Bestand zur Rhizomernte herangezogen werden kann, ist noch nicht völlig geklärt. Derzeit geht man von frühestens alle zwei Jahre aus.

Zu wenig beachtet wird auch, dass die Kette „Fräsen des Bestandes - Schneiden der Rhizome – Setzen“ zeitlich möglichst rasch aufeinanderfolgen muss. Das Austrocknen ist die große Gefahr für die Vitalität der Rhizome. Mit dem Ausfall einzelner Rhizome wird jedoch immer zu rechnen sein.

Autor: Dipl. Ing. Peter FRÜHWIRTH, LK OÖ


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Aktualisiert am: 07.12.2006 17:00
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