Miscanthus – ein interessantes Heizmaterial vom Acker

Im Vergleich zu anderen Kulturpflanzen gibt es aus ackerbaulicher Sicht noch keine langjährigen Erfahrungen, die Beratung beruht auf Versuchsergebnissen und Erfahrungen von Landwirten. Interessant sind auf jeden Fall der geringe Input und der hohe energetische Nettogewinn.
Miscanthus ist gebündelte Energie aus der Sonne!
Miscanthus ist gebündelte Energie aus der Sonne!
Miscanthus verlangt in unseren Breiten gut durchwurzelte humose Lehmböden mit guter Wasserversorgung in (Körner)Maislagen. Leichte sandige Böden eignen sich nicht für die Produktion hoher Mengen an Trockenmasse, weil hier die Wasserversorgung in der Hauptwachstumszeit Juni bis August immer wieder zum ertragsbegrenzenden Faktor wird. 700 bis 900 mm Niederschlag, bei guter Verteilung während der Vegetationsperiode, sollen sicher erreicht werden.

Eine Jahresdurchschnittstemperatur von 7 Grad soll überschritten werden; optimal sind 8,5°C. Lagen über 700 Meter Seehöhe sind daher als problematisch anzusehen. Ungeeignet sind sehr schwere und zur Verdichtung neigende Böden, sowie Böden mit Staunässe.

Je Hektar entstehen jährliche Kosten von € 35 bis 45,-/t Trockenmasse (Vollkostenrechnung, inkl. entgangenem Deckungsbeitrag, weil Miscanthus mit anderen Ackerkulturen konkurriert). Der im Vergleich zu Holzhackgut höhere Lagerraumbedarf (ca. 110 kg/srm) und die damit allfällig verbundenen Investitionskosten sind zu berücksichtigen.

Autor: Dipl. Ing. Peter FRÜHWIRTH, LK für Oberösterreich, Linz


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Aktualisiert am: 11.04.2006 16:55
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