Minimalställe bewähren sich

Damit Minimalställe zu jeder Jahreszeit die Anforderungen der Landwirte, der Tiere und der Technik erfüllen, kommt der Standortwahl und der Bauausführung der einzelnen Funktionsbereiche große Bedeutung zu.





Zur Kostensenkung eignet sich eine weitgehend offene Bauweise.
Zur Kostensenkung eignet sich eine weitgehend offene Bauweise.
Aus Untersuchungen aufPraxisbetrieben leitet die FAT Tänikon Empfehlungen für die Planung, Gestaltung und den Betrieb von Minimalställen ab. Fragestellungen, die sich in Minimalställen durch den Klimaeinfluss ergeben:
· Sind Milchkühe durch extremes Klima in ihrer Anpassungsfähigkeit überfordert?
· Kann mit einfachen technischen Massnahmen (Wind-, Regen- u. Sonnenschutz) der Einfluss des Aussenklimas so weit nötig abgepuffert werden?
· Sind Stallarbeiten schwieriger durchzuführen und dadurch tierschutzrelevant?
· Ergeben sich verfahrenstechnische Probleme (Reinigen von Liege- u. Lauffläche, Funktion von Tränken) und wenn ja, wie sind diese zu lösen?
· Wie können schlechtere Arbeitsbedingungen vermieden werden?

Milchkühe stehen heute vermehrt in Offen- und Offenfrontställen (sog. Kaltställe oder Minimalställe). Solche Ställe lassen sich kostengünstiger und flexibel bauen und haben sich in der Praxis bewährt. In Minimalställen entspricht das Stallklima im Tierbereich nahezu dem Aussenklima.

Tiefe Temperaturen sind für gesundes Rindvieh kein Problem, gleichwohl halten sich Milchkühe im Winter häufig an der Sonne auf. Ein Laufhof, Offenfront- oder Offenstall bietet ihnen diese Möglichkeit. Im Winter bevorzugen sie einen windgeschützten Liegebereich als Rückzugsmöglichkeit. Dieser muss aber nicht auf allen Seiten geschlossen sein. Angrenzende Gebäude, Bäume, Hecken, Windschutznetze und Blachen können diese Schutzfunktion ebenfalls übernehmen. Ein wärmegedämmter und/oder heizbarer Melkbereich ist für den Landwirt und für das Funktionieren der Melkanlage nötig. Auf eine frostsichere Wasserversorgung ist zu achten.

Autoren: Margret KECK und Michael ZÄHNER, Agroscope FAT Tänikon; Rudolf HAUSER, ZTHT Zettenhausen


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Aktualisiert am: 10.08.2005 11:05

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