Milchviehstall ohne Sonderausstattung

Christa und Hermann Frauenlob beseitigten den Platzmangel im alten Stall und bauten einen neuen Milchviehstall ohne Schnickschnack. Welche Erfahrungen die Familie beim Bau und im täglichen Betrieb gesammelt hat, erfahren Sie in diesem Beitrag.
Kluge Investitionen sichern die Zukunft.
Kluge Investitionen sichern die Zukunft.
Ende März 2004 liefen am Betrieb der Familie die Bauarbeiten an. Den Stall legte das Betriebsführerehepaar auf 64 Liegeplätze mit Tiefliegeboxen und 54 Fressplätze mit Selbstfanggitter aus. Zwei Schrapperbahnen verlaufen zum Querkanal, der mit der Güllegrube mit 800 Kubikmeter Fassungsvermögen verbunden ist. Nach dem Aushub errichtete die Familie bis zum Heuen den Unterbau mit Fundament, Querkanal, der Bodenplatte für die Milchkammer und der Melkergrube. Danach folgte das Aufmauern des technischen Bereiches, das Verlegen der Leitungen und Betonieren der Liegeflächen und Laufgänge.

Richtig Planen
Der alte Stall beherbergt seitdem Umzug eine neue größere Belüftungsbox mit insgesamt 1.700 m³. Bis zur neuen Saison will der Landwirt auch eine Dachabsaugung errichtet und damit von Kalt- auf Warmbelüftung umgestellt haben. Schließlich kann nur mit bester Heuqualität die Futteraufnahme gesteigert werden. Hermann Frauenlob versteht sich auf eine kostengünstige Wirtschaftsweise: „Was die Kühe aus dem Grundfutter leisten, ist mein Geld und mit knapp 300 kg Kraftfuttereinsatz pro Kuh und Jahr liegen wir ganz gut. Das ist auch ein Grundsatz von mir: Die Betriebskosten so niedrig wie möglich halten.“ Die Umstellung auf den Laufstallbetrieb haben nicht alle Kühe geschafft. „Fünf ältere Kühe verkrafteten den Wechsel nicht, sind mit der Leistung nicht mehr mitgekommen und deshalb abgegangen.“ Welche Tipps hat der nunmehr erfahrene Bauherr für Berufskollegen, die sich mit dem Stallbau beschäftigen? „Das wichtigste beim Stallbau ist die Planung. Dabei kommt es nicht nur auf die Planung vor dem Bau an, sondern auch auf das Einhalten der Liefertermine und einem Plan für die kommende Woche und das kommende Monat während der Bauphase.“

Autor: Sebastian SEMLITSCH, Graz


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Aktualisiert am: 23.02.2007 12:04
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