Milchsymposium in Brüssel

Rund 4.500 Milchbäuerinnen und Milchbauern aus fünfzehn europäischen Ländern wurden am Mittwoch in den Brüsseler Hallen Tour & Taxis vom Vorsitzenden des European Milk Board Romuald Schaber begrüßt.
Von den skandinavischen Ländern Schweden und Dänemark, von Wales, Schottland und Irland über die Niederlande, Frankreich, Deutschland, Luxemburg, der Schweiz, Österreich, Ungarn, Italien, Spanien und Kroatien waren die Milchbauern nach Brüssel angereist.

In einem Boot mit den Molkereien

Die Milchbauern seien bereit, Verantwortung für den Milchmarkt zu übernehmen, so Schaber. Dabei wies er auch auf die Bedeutung der
Europäische Milchbauern informieren sich beim Milchsymposium in Brüssel
Europäische Milchbauern informieren sich beim Milchsymposium in Brüssel
Molkereien hin: „Wir sitzen alle im gleichen Boot und müssen in die gleiche Richtung rudern.“

Joop Kleibeuker stellte als Generalsekretär der European Dairy Association die Entwicklung der globalen Milchmärkte aus Sicht der Milchindustrie dar und erwartet dagegen in den nächsten Jahren einen weltweiten Nachfrageüberhang. Kleibeuker betonte, dass Europa seine traditionell starke Position auf dem Weltmarkt eingebüßt habe. Aus seiner Sicht sei ohne

Quote ein profitableres Wachstum möglich.

Wir können mehr produzieren

„Wir müssen am Spiel teilnehmen“, sagt Sieta van Keimpema, stellvertretende EMB-Vorsitzende aus den Niederlanden: „Selbstverständlich können wir mehr Milch erzeugen. Aber dann muss der

Preis die Kosten decken“, forderte die EMB-Vizevorsitzende. „Zuerst die Milch zu liefern und dann zu sehen, wie der Preis ist, ist kein gutes System für die Bauern. Nur wenn wir zuerst verhandeln und dann liefern, sind wir aktive Teilnehmer am Markt“, rief sie unter großem Beifall der Milchbauern aus.


Aktualisiert am: 21.02.2008 16:12
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