Milchquotenpreis steigt in Deutschland auf 41 Cent

Eine extrem hohe Nachfrage in Höhe von 309 Mio. kg bei gleichzeitig sehr mäßigem Angebot von nur 118 Mio. kg ließ den Preis für Milchquoten im Übertragungsgebiet Deutschland West von vormals 34 Cent relativ stark ansteigen auf nunmehr 41 Cent pro kg.
Zwar entspricht ein Preisanstieg beim dritten und letzten Übertragungstermin des Jahres dem üblichen Verlauf der meisten Börsenjahre, der Anstieg um fast 21 % ist dennoch außergewöhnlich.

53 % der Nachfrager nicht erfolgreich

Während im gesamten Übertragungsgebiet nur sechs Anbieter nicht zum Zuge kamen, ist der Anteil der nicht erfolgreichen Nachfrager mit 53 % ausgesprochen hoch. Alle Übertragungsstellen verzeichneten ein hohes Aufkommen an Anträgen; 3.009 Quoteninhaber haben ein Abgabeangebot eingereicht, 10.175 Nachfrager wollten eine Quote erwerben.

Geringe Abwanderung von Quoten

Die Wanderung von Quoten zwischen den einzelnen Bundesländern fällt dieses mal relativ gering aus; Bayern gehört mit einem Quotenzuwachs in Höhe von 1,3 Mio. kg zu den Gewinnern. Während Baden-Württemberg erstmals Quote hinzu erwirbt, gehören Hessen und Rheinland-Pfalz abermals zu den Verlierern. Relativ hoch fällt bei diesem Börsentermin die sogenannte Nachfragerepartierung aus; d.h., jeder erfolgreiche Nachfrager erhält zunächst nur knapp 75 % seiner nachgefragten Menge. Aufgrund einer verfügbaren kostenlosen Landesreserve erhalten bayerische Nachfrager aber noch ca. 4 % unentgeltlich.


Aktualisiert am: 07.11.2008 10:59
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