Milchproduktion bei Hitze rückläufig

Unter der außergewöhnlichen Hitze der vergangenen Tage leiden auch die Tiere in Italien. Milchkühe, die normalerweise 30l täglich gäben, produzierten unter dem Stress der hohen Temperaturen 15% weniger Milch.
Bei Hitze leiden nicht nur die Tiere selbst, sondern auch ihre Leistung.
Bei Hitze leiden nicht nur die Tiere selbst, sondern auch ihre Leistung.
Wie die italienische Organisation der bäuerlichen Familienbetriebe (Coldiretti) Anfang Juli berichtete, gehen bei den hohen Temperaturen die Leistungen bei den Milchkühen merkbar zurück. Die Situation sei besonders dramatisch in der Poebene, dem norditalienischen Flachland. Dort konzentrierten sich die größten Milchviehbetriebe. Neben der Hitze verschärfe die hohe Luftfeuchtigkeit die Situation für Mensch und Tier, betonte Coldiretti.

Technische Möglichkeiten zur Linderung
Zwischen 22°C und 24 C liege die ideale Umgebungstemperatur für Milchkühe. Da die Tiere unter den derzeit viel höheren Temperaturen litten, würden sie weniger fressen, mehr trinken und weniger Milch geben. Linderung könne der Einsatz von Duschen, Ventilatoren und Klimaanlagen in den Ställen bringen. Außerdem könnten die Landwirte das Futter mit Kalisalz anreichern. Um das Wohlbefinden der Milchkühe zu verbessern, würden für die Betriebe allerdings neben der bereits geringeren Milchproduktion höhere Energiekosten und ein gestiegener Wasserbedarf negativ zu Buche schlagen.

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Aktualisiert am: 28.07.2010 19:39
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