Milchprodukte als wichtiger Teil der globalen Ernährung

Die Weltmilchproduktion stieg in den vergangenen 10 Jahren um 110 Millionen Tonnen. Vor allem in China, Südamerika und Südostasien steigt der Milchbedarf, da mit der Zunahme des Einkommens der Anteil von Molkereiprodukten in der täglichen Ernährung steigt.
VÖM-Präsident Helmut Petschar: „Alle Bemühungen, Milch durch andere Produkte, zum Beispiel Soja-Erzeugnisse zu ersetzen, erreichen keineswegs die hohe ernährungsphysiologische Wertigkeit des Originals.“
VÖM-Präsident Helmut Petschar: „Alle Bemühungen, Milch durch andere Produkte, zum Beispiel Soja-Erzeugnisse zu ersetzen, erreichen keineswegs die hohe ernährungsphysiologische Wertigkeit des Originals.“
"Milch ist ein natürliches und äußerst hochwertiges Lebensmittel, das für eine ausgewogene Ernährung bestens geeignet ist. Viele lebenswichtige Nährstoffe, Vitamine und Spurenelemente können durch einen ausgewogenen Konsum von Molkereiprodukten abgedeckt werden. Alle Bemühungen, Milch durch andere Produkte, zum Beispiel Soja-Erzeugnisse zu ersetzen, erreichen keineswegs die hohe ernährungsphysiologische Wertigkeit des Originals. Daher ist es auch sehr wichtig, dass auf die Rohstoff- und Herkunfts-Kennzeichnung geachtet wird und Schummeleien abgestellt werden. " Dies erklärte der Präsident der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter (VÖM), Helmut Petschar, anlässlich des Weltmilchtages 2012. Petschar sprach sich auch gegen Preisschleuder-Aktionen des Handels aus und wies darauf hin, dass Trinkmilch ohnehin zu den preisstabilsten Produkten gehöre.

Absatzpotenzial am Weltmarkt
Die Weltmilchproduktion stieg von 490 Mio. t im Jahr 2000 auf über 600 Mio. t 2010. Milch und Milchprodukte nehmen einen steigenden Anteil an der globalen Ernährung ein. Besonders die Staaten mit hohem Wachstum wie China, Südamerika und Südostasien haben einen steigenden Milchbedarf, der aus der eigenen Produktion kaum gedeckt werden kann, was einen stärkeren weltweiten Handel bewirkt. Mit Zunahme des verfügbaren Einkommens steigt der Anteil von Molkereiprodukten in der täglichen Ernährung. "In der EU ist die Milchanlieferung im abgelaufenen Quotenjahr um 2,2% oder etwa 3 Mio. t gestiegen. Auf den internationalen Märkten sind Produkte wie Butterfett preislich unter Druck geraten. Auch wenn aktuell eine differenzierte Preisentwicklung zu beobachten ist, so sind dennoch mittelfristig für den Milchmarkt positive Perspektiven gegeben. Das Absatzpotenzial ist weltweit vorhanden und seit 14 Tagen zeichnet sich eine gewisse Entspannung am Markt ab. Außerdem haben die Anlieferungsmengen auch bei uns ihren saisonalen Höhepunkt erreicht und sollten in der Folge wieder rückläufig sein ", so Petschar. Österreichs Milchanlieferung beläuft sich auf 2,9 Mio. t. Sie beträgt etwa 2% der EU-Erzeugung und 0,5% der weltweiten Milchproduktion. Besonders in den Berg- und benachteiligten Regionen ist die Milchwirtschaft die wichtigste landwirtschaftliche Produktionsbasis. AIZ


Aktualisiert am: 01.06.2012 14:56
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