Milchpreise steigen EU-weit leicht an

An den europäischen Milchmärkten mehren sich die Anzeichen für eine Festigung der Preise. Der vom niederländischen Bauernverband (LTO) von 15 größeren Molkereien ermittelte Durchschnittspreis nord- und mitteleuropäischer Milchverarbeiter stieg im Juni 2009 gegenüber dem Vormonat um knapp 0,60 Cent auf 24,70 Cent/kg.
Entspannt sich die Preissituation am Milchmarkt? In den nord- und mitteleuropäischen Ländern stieg der Preis leicht an.
Entspannt sich die Preissituation am Milchmarkt? In den nord- und mitteleuropäischen Ländern stieg der Preis leicht an.
Berechnungsgrundlage sind ein Fettgehalt von 4,2 % und ein Eiweißanteil von 3,4 %. Ausschlaggebend war die Entwicklung in Frankreich, wo offenbar der Druck auf die Molkereien seine Wirkung nicht verfehlt hat, die Anfang Juni nach langen Verhandlungen eine neue Erzeugerpreisempfehlung eingegangen waren. So wurde jetzt für Juni bei der Molkerei Sodiaal von einer Anhebung der Preise gegenüber dem Vormonat um mehr als 4 Cent auf 30,34 Cent berichtet. Bei Danone kam es in der Normandie zu einer Erhöhung um 1,1 Cent auf 28,00 Cent/kg. Beim größten EU-Milchverarbeiter Lactalis wurde im Gebiet an der Loire hingegen nur eine minimale Preissteigerung um 0,2 Cent auf 26,72 Cent/kg registriert; auf nur noch gut 27 Cent/kg wurden die Preise bei Bongrain zurückgenommen. Anfang Juni hatten sich in Frankreich Bauern und Molkereien je nach Produktmix der Verarbeiter auf eine Erzeugerpreisempfehlung von 26,2 Cent/kg bis 28 Cent/kg für 2009 geeinigt.

Ansteigend bis gleich bleibend
Aber auch bei einigen anderen westeuropäischen Molkereien sah es im Frühsommer teilweise etwas besser aus. Die belgische Milcobel hob ihren Erzeugerpreis laut LTO-Angaben um 0,53 Cent auf 22,21 Cent an. Beim Schlusslicht im LTO-Milchpreisvergleich, der niederländischen DOC Kaas, stiegen die Erzeugererlöse im Juni gegenüber dem Vormonat um rund 1 Cent auf 19,62 Cent/kg. Dagegen ging es bei FrieslandCampina um fast 1 Cent auf nur noch 20,46 Cent runter. Auf niedrigem Niveau konstant blieben die Preise bei der irischen Glanbia. Das galt auch für die großen genossenschaftlichen Abnehmer in Norddeutschland wie Nordmilch und Humana mit 21,89 Cent/kg beziehungsweise 22,88 Cent/kg. Bei Alois Müller wurden dem Milchpreisvergleich zufolge gleich bleibend 21,66 Cent/kg ausgezahlt. Süd- und osteuropäische Milchverarbeiter fehlen in den Erhebungen der Holländer hingegen. AgE


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Aktualisiert am: 19.08.2009 23:28
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