Milchexporterstattungen von EU und USA am Pranger

Die Exporterstattungen für Milchprodukte, die derzeit sowohl von der EU als auch von den USA an einheimische Verarbeiter bezahlt werden, geraten immer mehr in die Kritik anderer Produzentenländer.
Bei den jüngsten Gesprächen der Welthandelsorganisation (WTO) auf
Die WTO kritisiert die Milchexporterstattungen der USA und der EU.
Die WTO kritisiert die Milchexporterstattungen der USA und der EU.
technischer Ebene haben Australien und Neuseeland ihre Kritik an der Politik der beiden großen Wirtschaftsblöcke bekräftigt.

Nachteile für Länder ohne Exporterstattung
Brüssel und Washington sollten die Subventionen einstellen und damit Führungsstärke zeigen, forderten die Vertreter der beiden ozeanischen Staaten vergangene Woche in Genf. Dadurch würden sie Nachteile für andere Länder, die ihre Exporte nicht unterstützten, vermeiden. Ferner sei es ein Zeichen, dass sich der Weltmarkt von der Rezession erhole. Die Vereinigten Staaten und die EU müssten endlich miteinander reden, um eine gemeinsame Lösung zu finden. Der zuständige EU-Diplomat beharrte darauf, dass die Exporterstattungen eine Reaktion auf niedrige Preise seien und sich innerhalb der erlaubten Grenzen bewegten.

Vorwürfe der USA
Der US-Vertreter wiederum betonte, mit den eigenen Subventionen reagiere man nur auf ein Preistief, das durch die EU-Beihilfen verursacht worden sei. Die USA subventionieren den Export von Milchprodukten seit Ende Mai, fünf Monate nach Wiedereinführung der Erstattungen in der EU. Die Europäische Kommission wies den Vorwurf zurück, dadurch die Weltmarktpreise weiter gesenkt zu haben. (lid)


Aktualisiert am: 02.10.2009 09:49
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